Landkreis Aurich

Hilfe für rumänische Tiere gesucht

Der neue Verein „Free Dogs - Vergessene Tiere in Not” sucht noch Unterstützung. 

Von Imke Cirksena

Wrisse/Südbrookmerland. Während andere Menschen ihren Urlaub am Strand oder in den Bergen verbringen, opfert ihn Sandra Bohlen für den Tierschutz. Regelmäßig fährt sie mit Gleichgesinnten nach Rumänien, um dort Hunde aus schlechten Verhältnissen zu retten und die Vermehrung der Straßenhunde durch Kastrationen einzudämmen. Und auch in Ostfriesland ist sie aktiv. Im November wurde der Verein „Free Dogs - Vergessene Tiere in Not” gegründet, der Hunde aus Rumänien aufnimmt und vermittelt.

Mittlerweile zählt der Verein, der seinen Sitz in Südbrookmerland hat, 30 Mitglieder, 15 davon helfen aktiv bei Aktionen oder der Tierbetreuung im vereinseigenen Hundegehege in Wrisse mit. Aktuell stehen zehn Hunde zur Vermittlung, drei Katzen werden bald dazukommen. Zwei der Hunde sind auf einen Rollstuhl angewiesen.

Der Verein hat in den letzten Monaten an dem Gehege für die Hunde gearbeitet und unter anderem eine Drainage gelegt. Einige Arbeiten stehen aber noch an. So benötigt das Gehege beispielsweise noch mehr Hütten. Außerdem werden noch engagierte Gassigänger oder Pflegestellen für die Tiere gesucht. Wer möchte, kann auch die Patenschaft für einen Hund oder eine Katze übernehmen. Futter-, Sach- oder Geldspenden sind natürlich auch willkommen, sagt der Verein.

Zum Tierschutz hat Bohlen eine ganz eigene Geschichte. Vor sieben Jahren entdeckte sie selbst einen Facebook-Post über einen Hund aus Rumänien, der ein Zuhause suchte. So entstand der erste Kontakt zum Tierheim in rumänischen Scheßburg. Nach der Adoption ihres Hundes wurde sie gefragt, ob sie nicht vor Ort helfen wolle.

Mit einem voll gepackten Ford Focus fuhr die Aktivistin schließlich in 30 Stunden die 2100 Kilometer lange Strecke nach Rumänien. Schnell lernte sie auch weitere Vereine kennen, zu denen „Free Dogs - vergessene Tiere in Not” noch gute Kontakte pflegen.

Vier bis fünf Mal im Jahr fahren die Aktiven nun nach Rumänien, um dort vor allem Hunden zu helfen. Direkt mitnehmen dürfen sie die Tiere bisher noch nicht - das übernehmen befreundete Partner. Einige Tiere kommen so in Ostfriesland unter und werden von Bohlen und den anderen Vereinsmitgliedern vermittelt. Im Notfall nimmt der Verein auch kurzzeitig Fundtiere aus Ostfriesland auf.

Auch traurige Erlebnisse gehören dazu, erzählte Bohlen, die in Rumänien viele Fälle von schlechter Haltung gesehen hat. „Das kann so nicht sein”, beschloss sie. Der Verein wolle daher dazu beitragen, die „Brutalität und die Hunde-Mafia in Rumänien einzudämmen”. Die EU schaue weg und versage beim Tierschutz in Rumänien, kritisiert Bohlen. Aus diesem Grund gehöre auch Aufklärungsarbeit zu den Zielen der Gruppe.

Der Hauptsitz des Vereins liegt im Kirchenweg 30 in Moordorf, das Gehege in Wrisse in der Moorlager Straße 13.

Telefonischer Kontakt unter der Handynummer 01 51 / 54 78 44 97 und demnächst auch unter der Festnetznummer s 0 49 41 / 98 23 46.

Kontakt per E-Mail unter free-dogs-vergessene-tiere-in-not@web.de

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