Landkreis Aurich

Hafen-Boykott nach Knöllchenflut

Greetsieler sehen Eifer der Krummhörner Gemeindeverwaltung übertrieben. Ausnahmegenehmigungen reichen nicht aus.

Auf die gewohnte Kulisse mit Fischerbooten im Greetsieler Hafen mussten die Besucher des Touristendorfes über Pfingsten verzicht

Greetsiel. Greetsieler Fischer protestieren gegen das übertriebene Verteilen von Knöllchen im Greetsieler Hafen. An Pfingsten haben sie deshalb den vorderen Hafen mit der romantischen Kulisse boykottiert und ihre Krabbenkutter in die Ladezone verlegt, um ein Zeichen zu setzen.

So mussten die Greetsiel-Besucher über die Feiertage auf die gewohnte Kulisse mit den Fischerbooten verzichten. Auch das traditionelle Hafenkonzert fand ohne gewohnte maritime Kulisse statt. Nur der Museumskutter „Ems” lag noch am Kai, sowie zwei Kutter die nicht manövrierfähig waren. „Wir haben extra Pfingsten gewählt, weil dann am meisten los ist und es Wirkung zeigt”, sagte Rolf Groenewold für die Fischer. „Wir wollten zeigen, dass wir zusammenhalten. Und dafür sind wir am Ladekai zusammengerückt.” Zur Zeit seien allerdings die Fischerboote auf Fangfahrt und deshalb keine Boote im Hafen zu sehen.

Die Schuld an dem Problem liegt nach Meinung der Fischer allein bei der Gemeinde Krummhörn, wo die aufmerksame Mitarbeiterin beschäftigt ist, die ihre Busgeldbescheide hinter die Scheibenwischer klemmt. Kaum hätten Mitarbeiter das Boot betreten und seien in der Kajüte verschwunden, prange bei der Rückkehr ein Bußgeldbescheid auf der Windschutzscheiben. Seit drei Wochen habe sich die Situation verschärft. Es sei den Mitarbeitern kaum noch möglich, die Boote vernünftig zu be- und entladen, erklärte Sprecher Rolf Groenewold gegenüber der Emder Zeitung.

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