Landkreis Aurich
Aus dem Rat

Grüne möchten Markthalle in Fahrradstation umwandeln

Der überdachte Unterstellplatz könnte bis zu 400 Rädern Schutz bieten.

Von Henning Wieting

Aurich. Die Fraktion der Grünen im Auricher Stadtrat will die Auricher Markthalle ab März 2020 in einen überdachten Unterstellplatz für bis zu 400 Fahrräder, E-Bikes, Lastenräder und Ähnliches umwandeln. Das sagten Gila Altmann, Gunnar Ott, Regina Stegemann und Viola Czerwonka am Dienstagnachmittag während eines Pressegesprächs in Aurich.

23 Jahre sei die Markthalle nach ihrem Bau hoch defizitär gelaufen. Mit einem Fahrradstellplatz in absolut zentraler Lage könne dem Ansatz der Stadt zu einer radfahrerfreundlichen Stadt noch mehr Rechnung getragen werden. Die Grünen-Politiker haben errechnet, dass sich das Vorhaben mit im Schnitt 40 bis 50 abgestellten Fahrrädern kostendeckend rechnen würde. Die Preise des Fahrradständers am ZOB mit 50 Cent pro Tag, zwei Euro für eine Woche, 7,50 Euro im Monat oder 70 Euro fürs Jahr könnten kopiert werden. Mit Werbeflächen wie bisher und einer Fotovoltaikanlage könnten weitere Erlöse generiert werden beziehungsweise die Energie fürs Heizen eines Serviceraums im Winter gewonnen werden. Auch ein Fahrradverleih wäre vorstellbar. „Wir erfinden das Rad nicht neu“, sagte Ott: „Wir kopieren lediglich Konzepte, die sich zum Beispiel in Erfurt oder Amsterdam bewährt haben.“ Nur mit dem Unterschied, dass in Aurich der überdachte Fahrradständer für die immer höherwertiger werdenden Fahrräder absolut zentral gelegen ist.

Die Idee sei Gila Altmann und ihren Mitstreitern beim Stadtfest gekommen, wo unzählige Räder im Schatten der verwaisten Markthalle standen. Eine sichere, überdachte Fahrradstation im Stadtzentrum sei ein Alleinstellungsmerkmal. Viele plädierten für einen Abriss der defizitären Markthalle. Bei einer Umnutzung zu einer Fahrradstation entstünden keine Investitionskosten außer den Befestigungsbügeln für die Räder. „Das wäre einmal ein Konzept, das sich von den Kosten her selbst trägt und sogar Gewinne erwirtschaften könnte“, meint Gila Altmann. Zumindest hätten die Grünen mit dieser Idee „einen Stein ins Wasser geworfen“, der zum Nachdenken anregt.

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