Landkreis Aurich
Polizei-Großeinsatz

Frau nach Messerattacke weiter in Lebensgefahr

Der 34-jährige Ehemann des Opfers zeigte sich geständig.

Norddeich. Ein 34-jähriger Mann soll am Dienstag in Norddeich versucht haben, seine Ehefrau mit einem Messer zu töten. Dies teilte die Polizei Aurich/Wittmund mit.

Der Notruf ging gegen 12.40 Uhr bei der Leitstelle ein. In einer Wohnung am Riedeweg in Norddeich fanden die Beamten schließlich die schwer  verletzte Frau vor. Die Verletzungen der 32-Jährigen sollen laut Polizei durch Gewalteinwirkung mit einem Messer verursacht worden sein. Das Opfer wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. "Nach bisherigem Erkenntnisstand besteht akute Lebensgefahr", hieß es am Dienstag. Die Frau wurde noch am Dienstag notoperiert.

Der mutmaßliche Täter habe sich vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte vom Tatort entfernt. Die Polizei setzte zur Fahndung elf Streifenwagen inklusive Diensthundeführer ein. Gegen 14 Uhr stellte sich der 34 Jahre alte Tatverdächtige schließlich der Polizei. Er zeigte sich geständig und wurde am Mittwoch auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter in Norden vorgeführt. 

Derzeit geht die Polizei davon aus, dass Beziehungsprobleme der Auslöser für die Tat waren. Das Ehepaar wohnt seit zwei Jahren mit zwei Kindern in Norden. Die Kinder im Alter von sechs und acht Jahren befinden sich nun in der Obhut des Jugendamtes.

Die Polizei wies daraufhin, dass sich Spekulationen zum Auslöser des Polizeieinsatzes in den sozialen Medien als wenig hilfreich erwiesen haben. Dort war unter anderem von einer Schusswaffe die Rede. Derartige Mutmaßungen führen zu einer Verunsicherung in der Bevölkerung und binden zusätzliche Einsatzkräfte", so die Polizei. In Norden gingen bereits während des Einsatzes zahlreiche Anrufe von Bürgern ein, die aufgrund der Spekulationen in den sozialen Netzwerken deutlich verunsichert waren. Die Polizei bittet ausdrücklich darum, sich nicht an derartigen Spekulationen zu beteiligen, um die Einsatzkräfte nicht an ihrer Arbeit zu hindern.

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