Landkreis Aurich
Arbeitsmarkt in Ostfriesland

Frühlingsgefühle halten weiter an

Das Problem fehlender Fachkräfte bleibt auf dem Arbeitsmarkt bestehen.

Von Axel Milkert

Ostfriesland. Eigentlich sieht es gut aus auf dem Arbeitsmarkt im Bereich der Arbeitsagentur Emden-Leer. Bei 5,9 Prozent lag im April die Quote der Menschen ohne Job in der Region. Das sind 0,4 Prozent weniger als im April 2018. In absoluten Zahlen: 14 485 Frauen und Männer im Agenturbezirk sind aktuell arbeitslos, 718 weniger als im Vorjahresmonat.

Doch bekannte Probleme bleiben bestehen. Etwa die Hälfte der arbeitslos gemeldeten Menschen hat keinen Berufsabschluss. Keine gute Grundlage für den wachsenden Bedarf an Fachkräften. Dabei wurden im April 19,7 Prozent (167) mehr Stellen gemeldet als im Vorjahr, im Bestand gab es 7,8 Prozent mehr freie Stellen. Auf den ersten Blick gute Aussichten, doch Manfred Gardemann, Geschäftsführer operativ bei der Agentur, mahnt, man dürfe „nicht vergessen, dass aus der Digitalisierung und dem Wandel der Arbeitswelt steigende Anforderungen erwachsen”. Gardemann fordert: „In Zukunft müssen mehr Menschen wirkungsvoll für neue Aufgaben qualifiziert werden.”

Das neue Qualifizierungschancen-Gesetz soll dafür hilfreich sein. Beschäftigte unabhängig von Ausbildung, Alter und Betriebsgröße sollen dadurch ihre digitalen Kompetenzen ausbauen können (Informationen unter s 08 00 / 45 55 52 0 oder beim persönlichen Ansprechpartner).

Weitere Punkte des Arbeitsmarktberichts:

Ausbildungsmarkt: Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer registrierten im letzten Ausbildungsjahr einen Rückgang der Ausbildungsverträge. Daher Gardemanns Appell: „Ostfriesland braucht deutlich mehr Auszubildende, um die Nachfrage bedienen zu können. Jede Stelle, die reinkommt, und jeder junge Mensch, der Interesse an der dualen Ausbildung hat, sind uns willkommen.“ Gardemann wies in diesem Zusammenhang erneut auf die Möglichkeit eines Gesprächs mit dem Arbeitgeber-Service hin.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung: Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im November 5718 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl um 21,4 Prozent (1557 Menschen) zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg sie um 2,7 Prozent oder 149 Personen. Insgesamt 5029 Menschen erhielten im April Arbeitslosengeld, 236 mehr als 2018.

Entwicklung in der Grundsicherung für Arbeitslose – SGB II: Im Bereich der steuerfinanzierten Grundsicherung (Hartz IV) waren 8767 Personen arbeitslos gemeldet. Davon zählt knapp die Hälfte als Langzeitarbeitslose (4353). Die Arbeitslosenzahl insgesamt im Rechtskreis SGB II sank gegenüber März 2019 um 0,8 Prozent oder 75 Personen.

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