Landkreis Aurich
Corona-Krise

Erfolgsprojekt schlägt online Wellen

85 Auricher Unternehmen haben sich im Portal www.ich-kaufe-in-aurich.de registriert.

Aurich. Auricher für Aurich ist ein Erfolgsprojekt: Offiziell an des Start gegangen ist die Plattform am Montag, 23. März. Bereits am späten Abend konnten 46 Auricher Einzelhändler und Gastronomen dort gezählt werden, die sich auf www.ich-kaufe-in-aurich.de registriert hatten. Mittlerweile, knapp zwei Wochen später, zählt das Portal in seiner Übersicht 85 Unternehmen, die sich dort präsentieren. Nach eineinhalb Wochen konnte die Internetseite 15 000 Nutzer und 80 000 Seitenaufrufe verzeichnen. Mittlerweile wurde auch ein Promotion-Video zur Aktion gedreht, das über die Facebook-Seite „Ich kaufe in Aurich“ rund 10 000-mal aufgerufen wurde.

Durchaus beeindruckende Zahlen, die nicht nur von einer gewissen Akzeptanz des Portals in der Bevölkerung sprechen, sondern auch belegen, dass die Initiative Früchte trägt. „Wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen“, berichtete Rüdiger Musolf im Gespräch mit dem Sonntagsblatt von Unternehmen, die über diese Seite zu Geschäftsabschlüssen gekommen sind. Auf Facebook äußerte sich beispielsweise Alexandra Schneemilch, Geschäftsführerin der Abegg GmbH: „Danke für eure wirklich tolle Arbeit! Es melden sich einige Kunden bei uns, die ohne eure großartige Idee dieses Zusammenschlusses, nicht informiert gewesen wären.”

Es war ein Spaziergang von Rüdiger Musolf, der den Stein ins rollen brachte. Der stellvertretende Schulleiter des Auricher Gymnasiums Ulricianum schlenderte am Freitag, 20. März, durch die City seiner Heimatstadt. Die Geschäfte waren geschlossen, die Fußgängerzone nahezu menschenleer. In den Schaufenstern hingen die unterschiedlichsten Plakate mit oft der gleichen Botschaft: „Wir sind weiterhin für Sie da!“

Doch wie erreicht diese Botschaft den potenziellen Kunden? Diese Frage hat sich der Schulleiter nicht nur gestellt, er hat sie auch gleich beantwortet. Gemeinsam mit seinem Sohn Friedrich, der mit den Aurichern Ann-Catherin Lukes und Dominik Dietrich in Hamburg die Digitalagentur 360 Grad Creations betreibt, wurde das Portal www.ich-kaufe-in-aurich.de übers Wochenende (21./22. März) kostenlos aufgebaut und in Betrieb genommen. Es ist vergleichbar mit einer Art „Schwarzem Brett“ im Netz. Dort wird jedem Auricher Einzelhändler und Gastronomen die Möglichkeit geboten, sein Geschäft trotz Ladenschließung voranzutreiben (wir berichteten).

Lobende Worte findet auch der Kaufmännische Verein: „Es ist eine Initiative über das Internet, die Gemeinschaft demonstrieren, den Zusammenhalt stärken und das Miteinander fördern soll“, erklärt Kaufmannschaftsvorsitzender Udo Hippen gegenüber dem Sonntagsblatt. „Natürlich ist in Corona-Zeiten die propagierte Nähe nur symbolisch zu sehen. Hier ist ,Abstand halten’ das Gebot der Stunde“, betont er. Der Kaufmännische Verein unterstützt die Initiative ausdrücklich. „Die Motoren und Ideengeber dahinter sind Rüdiger Musolf und das Team von 360 Grad Creations“, stellt Hippen noch einmal heraus. „Ihnen gebührt unser Dank. Ein vorbildliches Engagement“, sagt er mit Blick auf den aktuellen KV-Slogan „aurichbleibtstark“. „Wir möchten die Auricher Bürger mit unserer Aktion zur Solidarität bewegen“, so Hippen weiter.   Unter dem Kontakt „registrierung@ich-kaufe-in-aurich.de“ werden bestimmte Angaben (Name des Unternehmens, Adresse, Branche, Kontaktmöglichkeit, etc.) aufgenommen, damit sich die Auricher Unternehmen auf der digitalen Plattform entsprechend präsentieren können. Dies kann beispielsweise der Versand oder die kontaktlose Abholung von Waren sein.

Zu erreichen ist die Plattform für Kunden unter www.ich-kaufe-in-aurich.de.  Unternehmen können sich unter registrierung@ich-kaufe-in-aurich.de dort listen lassen.

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