Landkreis Aurich
Zukunft der Windkraft

Enercon bleibt hart bei Entlassungen

Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig sieht die Branche und das eigene Unternehmen am Scheideweg. Es gibt keine Zukunft für eine Rotorblattfertigung in Deutschland.

Von Ute Lipperheide

Hannover/Aurich. Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Enercon, Hans-Dieter Kettwig, sieht nicht, dass weniger Arbeitsplätze im eigenen Unternehmen und in Partnerfirmen abgebaut werden können, als am vergangenen Freitag angekündigt. Die 3000 Jobs sind weg.

Das wurde während der Pressekonferenz nach einem Gespräch mit Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in Hannover deutlich. „Die Messe ist gelesen”, sagte Kettwig. Enercon stehe vor einem großen Wandel wie die gesamte Branche und sei am Scheideweg. 1500 Arbeitsplätze in Aurich und 1500 in Magdeburg stehen bei der Rotorblattfertigung auf dem Spiel. Auf Automatisierungsvorschläge des Ministerpräsidenten ging er nicht ein.

Der Wettbewerb sei hart und Enercon müsse ein international operierender Konzern werden. „Wir stehen aber auch zum Standort Deutschland”, betonte Kettwig. Enercon sei schon seit längerem dabei, zu reagieren, aber der Wegbruch des deutschen Marktes sei hinzugekommen und bereite große Probleme.

Zu Kurzarbeitergeld-Lösungen wollte er keine Stellungnahme abgeben. Darüber werde in den nächsten Wochen gesprochen werden.

Für die Rotorblätterproduktion sei aber der Standort Deutschland nicht mehr haltbar. Dort seien kaum Automatisierungen möglich.

Mehr dazu lesen Sie in der Emder Zeitung vom 14. November sowie im ePaper für Apple und Android.

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