Landkreis Aurich
Projekt in Ostfriesland

Eine Kampagne für 35 000 Handwerker

Aufträge und Gutscheine: Die Handwerkskammer startet eine Aktion für Betriebe.

Ostfriesland. Die Folgen des Coronavirus treffen das Handwerk erheblich. „Von Tag zu Tag wird es für viele der rund 5 400 Betriebe in unserem Kammerbezirk schwieriger“, berichtet Albert Lienemann, Präsident der Handwerkskammer für Ostfriesland. „Aufträge brechen weg, fehlende Einnahmen aus Ladengeschäften schmerzen, Friseure und Kosmetiker dürfen gar nicht mehr arbeiten. Viele der 35 000 Beschäftigten stehen vor ungewissen Wochen.“

Nach der hohen Beratungsintensität in den vergangenen Wochen will die Handwerkskammer mit einer weiteren Aktion unterstützen. Dazu erklärt Lienemann: „Wir appellieren an die Verbraucherinnen und Verbraucher und an die gewerblichen Auftraggeber, Aufträge oder Anschaffungen anzugehen und umzusetzen, die bei Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln völlig unbedenklich sind. Dies ist bei der überwiegenden Zahl aller Handwerkerleistungen möglich. Solch ein Verhalten würde sehr helfen.“

Eine weitere Möglichkeit, besonders den Friseuren und Kosmetikern in der jetzigen Situation ein positives Signal der Verbundenheit zu senden, wäre der Erwerb von Gutscheinen. Verbraucher können sich damit Leistungen und Produkte sichern oder verschenken.

Der Kammerpräsident kündigt an, dass mit der Kampagne die beiden Aspekte „Aufträge“ und „Gutscheine“ berücksichtigt werden. Für die Betriebe stellt die Handwerkskammer auf ihrer Internetseite www.hwk-aurich.de zwei Vorlagen zum Herunterladen bereit. Jeder Handwerksbetrieb kann sein Logo sowohl bei dem Gutschein als auch bei der Anzeige einsetzen und damit in seine eigene Werbung, zum Beispiel über Mailings, gehen.

Lienemann setzt aber auch auf die Solidarität und den Zusammenhalt im Handwerk. „Die vielen Familienbetriebe haben in der Regel eine hohe Verbundenheit mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie kennen häufig ihr persönliches Umfeld und finden in der Regel flexible Lösungen, zum Beispiel auch mit Blick auf Kinderbetreuungsmöglichkeiten oder flexible Arbeitszeiten. Dieses gilt aber auch umgekehrt. Die Bereitschaft, soweit wie möglich, den eigenen Betrieb zu unterstützen, ist bei vielen Beschäftigten im Handwerk verbreitet“, so der Kammerpräsident. „Der Zusammenhalt mit und unter den Beschäftigten kann nach der Krise ein zentraler Erfolgsbaustein für den Betrieb werden.“ Hinweise zum Umgang mit den Folgen der Corona-Krise erhalten Betriebe unter hier.

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