Landkreis Aurich
Gastronomie-Freisprechung

Ein unvergesslicher Tag für 119 Auszubildende

Rund 450 Gäste fanden sich auf Einladung von „Junger DEHOGA Ostfriesland“ im Metadrom in Großefehn-Ulbargen ein.

Von Gerd-Arnold Ubben

Großefehn-Ulbargen. Einen unvergesslichen Tag erlebten 119 Auszubildende des Hotel-und Gaststättengewerbes zusammen mit ihren Eltern und Freunden im Metadrom in Großefehn-Ulbargen. Mehr als 450 Gäste sowie Politiker und Prominente aus der Wirtschaft waren der Einladung „Junger DEHOGA (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) Ostfriesland“ gefolgt.

„Mit der Ausrichtung dieser würdevollen Feier möchten wir die besondere Wertschätzung für die Auszubildenden, die in der Vergangenheit einfach zu kurz gekommen ist, zum Ausdruck bringen“, sagten übereinstimmend die beiden Organisatorinnen Alina Krüger und Mareike Zägel, die sich einiges hatten einfallen lassen; unterstützt wurden sie dabei von Markus Solbach und Gerd Albers.

Die Überraschung des Abends war sicherlich der Auftritt von Georg Friedrich Ferdinand Prinz von Preußen, Ururenkel des letzten Deutschen Kaisers und Königs von Preußen, Wilhelm II, der die Festrede hielt. Er sprach seinen Respekt den Auszubildenden aus, denn sie hätten nicht gerade leichte Berufe erwählt.

„Das Hotel- und Gaststättengewerbe verlangt seinen Mitarbeitern sehr altmodische, fast preußische Tugenden ab. Dazu gehören körperliche Arbeit, Fleiß, Rücksichtnahme, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit. Fähigkeiten, die man den eigenen Kindern wünscht, damit sie durchs Leben kommen“, meinte das Oberhaupt der Hohenzollern, der zum ersten Mal an einer solchen Freisprechung teilnahm.

In diesen Berufen seien Fingerspitzengefühl und psychologische Fähigkeiten im Umgang mit Gästen gefragt. In erster Linie seien die Mitarbeiter im Hotel- und Gaststättengewerbe für andere da und eben nicht für sich selbst. Es sei deshalb so wertvoll und kostbar, dass die Azubi sich entschlossen hätten, ihr Berufsleben dem Hotel- und Gaststättengewerbe zu widmen. Das verdiene höchste Anerkennung.

Der 43-jährige Prinz bekannte, dass er enormen persönlichen Respekt vor den faktischen Ausbildungsberufen im Bereich der Industrie- und Handelskammern bis hin zum deutschen Handwerk habe. Für ihn gehöre die mittelständische Wirtschaft zu den tragenden Säulen der Gesellschaft und Volkswirtschaft sowie des Wohlstands.

Weiter führte Georg Friedrich Ferdinand Prinz von Preußen aus, dass die männlichen Mitglieder seiner Familie in der Historie stets einen handwerklichen Beruf erlernt hätten. Er selbst habe allerdings Betriebswirtschaftslehre studiert, sei der Gastronomie jedoch eng verbunden. Zusammen mit seinen Freunden Daniel Hug und dem Bundestagsabgeordneten Andreas Hattfeldt, der ebenfalls vor Ort war, gründete er die Königliche Preußische Biermanufactur mit Sitz in Berlin.

Nach der Rede des prominenten Gastes erhielten die Freigesprochenen in sieben Berufszweigen – Fachfrau-/mann für Systemgastronomie, Fachpraktiker/-in Küche, Fachkräfte im Gastgewerbe, Helfer/-in im Gastgewerbe, Hotelfachfrau/-mann, Köchin/Koch, Restaurantfachfrau/-mann - dann endlich ihre Gesellenbriefe überreicht.

21 Prozent der Prüflinge haben laut Mareike Zägel die Prüfung nicht bestanden, in den vergangenen Jahren seien es allerdings immer einige mehr gewesen.

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