Landkreis Aurich
Landratswahl 2019

Ein Landkreis sucht sein Oberhaupt

Der Amtsinhaber Harm-Uwe Weber (SPD), Olaf Meinen und Bernd Iken (beide parteilos) stellen sich zur Wahl.

Aurich. 160 935 Wahlberechtigte ab 16 Jahren entscheiden an diesem Sonntag über ihren zukünftigen Landrat. Zur Wahl stellen sich Amtsinhaber Harm-Uwe Weber (SPD) sowie die beiden parteilosen und unabhängigen Kandidaten, Wirtschaftsprüfer Bernd Iken und Großefehns Bürgermeister Olaf Meinen. Weitere Wahlen an diesem Sonntag sind die Europawahl, die Bürgermeisterwahlen in Aurich und Norderney, der Bürgerentscheid zur Zentralklinik in Emden sowie das Bürgerbegehren gegen das Kulturhaus in der Krummhörn. Nur für die Europawahl liegt das Mindestalter für Wahlberechtigte bei 18 Jahren.

Politisch Interessierte haben am Sonntag die Möglichkeit, die Auszählung via App oder online über die Internetseite www.landkreis-aurich.de zu verfolgen. „Erstmals arbeiten wir mit einem neuen System“, sagte Wahlleiter und Kreisrat Dr. Frank Puchert. Über den sogenannten Vote-Manager, den der Technikdienstleister KDO (Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg) zur Verfügung stellt und an den alle Kommunen im Landkreis angeschlossen sind, können die Ergebnisse ohne große zeitliche Verzögerung abgebildet werden.

Sobald die Stimmen eines der insgesamt 232 Wahllokale ausgezählt und sie ins System eingegeben sind, können sie auch im Netz abgerufen werden. „Bis zu 150 Schnellmeldungen in der Minute kann das System verarbeiten“, sagte Puchert.

Wie auch schon bei vorangegangenen Wahlen, erhebt das Landesamt für Statistik in ausgewählten repräsentativen Urnen-Wahlbezirken Daten für eine Wahlstatistik. In Aurich, Wiesmoor, der Samtgemeinde Hage, Großefehn und im Briefwahlbezirk der Stadt Norden werden bei der Stimmabgabe auch Daten über Geschlecht und Altersgruppe abgefragt (Die Angaben befinden sich oben rechts auf dem Stimmzettel). „Ansonsten bleibt die Stimmabgabe anonym“, betont der Kreiswahlleiter. Sorgen müssten sich die Wähler aus diesen Bezirken nicht machen. „Das Wahlgeheimnis bleibt gewahrt.“

Um blinden und sehbehinderten Wählern das selbstständige Ausfüllen des Stimmzettels zu ermöglichen, ist bei den Stimmzetteln für die Europawahl die rechte, obere Ecke abgeschnitten worden. Das ermöglicht das passgenaue Anlegen der vom Blindenverband zur Verfügung gestellten Wahlschablone. Für die Landratswahl gibt es beispielsweise eine solche hilfreiche Schablone nicht, wie Frank Puchert bedauerte: „Der Aufwand wäre für den Verband zu groß.“ Ins Wahllokal dürfe von diesen Personen aber zur Unterstützung bei der Stimmabgabe eine Hilfsperson mitgebracht werden.

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