Landkreis Aurich
Kritik sei "irreführend"

Ehemaliger Klinikchef weist Kritik zurück

Jahrelang soll es die Klinik versäumt, Fördergelder einzufordern. Jann-Wolfgang de Vries wehrt sich gegen die Vorwürfe.

Landkreis Aurich. Der ehemalige Klinikchef der Ubbo-Emmius-Klinik (UEK) hat die Kritik zurückgewiesen, es sei jahreslang versäumt worden für die Einrichtung Fördergelder beim Land einzuwerben (die Emder Zeitung berichtete hier). Dies war von seinen Nachfolgern Claus Eppmann und Astrid Gesang in einem Pressegespräch behauptet worden. Jann-Wolfgang de Vries bezeichnete die Kritik gestern in einer Pressemitteilung als „irreführend”, weil sie „nur einen kleinen Ausschnitt des Gesamtgeschehens” zeige.

In den Jahren zwischen 2000 und 2010 habe in der Auricher Klinik eine „Ambulantisierung” im Fokus gestanden. In der Nachbarschaft seien Praxen errichtet worden, de Vries nannte eine radiologische, physiotherapeutische und eine Dialyse-Praxis. In ein umgebautes Personalwohnhaus zogen eine Orthopädie, eine Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie eine Kinder- und Jugendpsychotherapie. „Nur hatten diese Maßnahmen keine Relevanz für eine Förderung aus Landesmitteln, da diese für stationäre Belange vorgehalten sind“, so de Vries. Doch dies habe „das Gesamtbild beider Kliniken nachhaltig geprägt” betonte de Vries. Die Klinik habe auf Investoren-Modelle gesetzt. Gelder für eine Palliativstation in Norden sowie für die neue Fassade der Auricher Klinik seien aus dem Konjunkturpaket II des Bundes bestritten worden. Beim Bau des Auricher Facharztzentrums habe die Klinikleitung erfolglos zwei Förderanträge beim Land gestellt, für eine Zentralsterilisation sowie für eine Intermediate-Care-Einheit.

2013 seien durch die Finanzmisere Sanierungspläne durch das Beratungsunternehmen Bredehorst CMM mit „baulichen Umstrukturierungen” erstellt worden. Für Kosten in Höhe von 25 Millionen Euro habe man Fördergelder beim Land einwerben wollen, doch im Ministerium habe man die Chancen auf Erfolg gering eingeschätzt. Man solle „größer und mutiger planen”, habe es geheißen. Entsprechende Planungen und Förderanträge seien von Plänen für die neue Zentralklinik überholt worden.

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