Landkreis Aurich

Dort fühlen sich Tiere „sauwohl”

Der Hof „Sonnenschein” ist der erste Bio-Sauenbetrieb in Ostfriesland. Zukünftig wird dem Kunden eine Direktvermarktung angeboten.

Von Hans-Ulrich Meyer

Aurich-Sandhorst. „Sauwohl” fühlen sich die 130 Sauen, 400 Ferkel und 50 Mastschweine auf dem Bioland-Hof „Sonnenschein” in Aurich-Sandhorst. Seit 2018 ist der alteingesessene Hof ein Biolandbetrieb und bietet zukünftig dem Kunden eine Direktvermarktung. „Wir bieten bald vom Kotelett bis zur Wurst alles, was das Schwein hergibt. Dabei arbeiten wir mit einem zertifizierten Schlachter zusammen. Zeitnah steht unsere neue Internetseite zur Verfügung und unter s 0 49 41 /
99 00 929 können sich die Kunden informieren und bestellen. Gerne kann der Betrieb auch nach telefonischer Anmeldung besichtigt werden“, erklärte Hermann Poppen.

„Unser Betrieb legt großen Wert auf die Nachzucht von alten Schweinerassen, wie die Anglersattelschweine aus Schleswig-Holstein, die deutschen Sattelschweine aus dem östlichen Deutschland, die Leicoma-Schweine, die für die Abkürzung Leipzig, Cottbus und Magdeburg stehen, sowie die alte schwedische Rasse Linderöd, von denen es weltweit nur noch 1000 Tiere gibt”, so Hermann Poppen. Mittelfristig planen er und Nadja Poppen auf dem eigenen Hof eine Schlachterei mit dem Verkauf von Bioprodukten. Zusätzlich hat der Betrieb 200 Hühner. Aktuell werden bereits Bio-Eier auf dem Hof verkauft. Dieser verfügt über 96 Hektar Fläche. Dort werden 1,5 Hektar Rhabarber für den Auricher Süßmost angebaut, hauptsächlich aber Getreide wie Gerste und Roggen. Neu im Anbau sind etwa zehn Hektar Lupinen, die als Eiweißkomponente für das eigene Futter eingesetzt werden. Dazu kommen 20 Hektar Kleegras als Stickstoffsammler. „Diese Pflanze nimmt Stickstoff aus der Luft auf speichert diese im Boden“, machte Hermann Poppen deutlich.

Er hat Mitte der 90er Jahre seine Ausbildung zum Landwirt gemacht, danach eine einjährige Agrar-Fachschule in Aurich besucht. Nach seiner Bundeswehrzeit hat Poppen im elterlichen Betrieb gearbeitet, danach fast zehn Jahre, bis 2016, in einem Sauenstall. 2018 hat er den elterlichen Betrieb übernommen.

Nach Rückkehr von der Grünen Woche in Berlin, die kürzlich stattgefunden hatte, meinte Poppen gegenüber dem Sonntagsblatt: „Bei der Grünen Woche ist uns aufgefallen, dass die Regionalität und der Trend zu Bioprodukten immer größer werden, weil der Endverbraucher immer mehr Tierwohl in der Landwirtschaft einfordert."

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