Landkreis Aurich
Jubiläum des Woldenchores

Der gute Ton von Forlitz-Blaukirchen

In der Serie „Im Schatten des Kirchturms” stellt das Sonntagsblatt in unregelmäßigen Abständen das kirchliche Leben in Ostfriesland vor. In Forlitz-Blaukirchen sind seit 25 Jahren Sänger im Woldenchor aktiv. Dieses Jubiläum soll gefeiert werden.

Von Elisabeth Ahrends

Forlitz-Blaukirchen. Am ersten Übungsabend gab es erst einmal eine Hörprobe, wer was kann. Heute ist der Woldenchor bestens aufeinander eingestimmt. Immerhin machen die Sänger seit 25 Jahren gemeinsam Musik und sorgen in der kleinsten Kirchengemeinde des Kirchenkreises Aurich für den guten Ton. Ein solches Jubiläum soll gefeiert werden. Doch nicht etwa mit einem Konzert, sondern mit einem Jubiläumsvortrag. Der findet am Freitag, 15. März, ab 19 Uhr in der Heimatkirche des Chores in Forlitz-Blaukirchen statt.

Doch zunächst noch einmal alles auf Anfang. Es war ein Freitag, als sich 1993 neun Frauen und zwei Männer an einem Novemberabend im Gemeindehaus „Alte Schule“ mit dem damaligen Pastor und dem Kirchenvorstand trafen. Helmut Blanke, damals Pastor der Gemeinde, hatte die Idee, einen Kirchenchor zu gründen. „Man hatte ihm berichtet, dass es in Forlitz-Blaukirchen viele sangesfreudige Gemeindemitglieder gab”, erinnert sich Gründungsmitglied Ahrend Steinhorst.

Die Idee kam an und mit Herbert Brombach aus Wiegboldsbur, der dort seit längerem den Posaunenchor leitete und als Basssänger im Kirchenchor aktiv war, war schließlich auch der passende Leiter gefunden. Noch während der ersten Gesangsprobe steckte er die Männer in den Bass und teilte die Frauen in Sopran- und Altstimmen ein. Schon einen Monat später, zu Weihnachten, hatte der Chor seinen ersten Auftritt.

Mit der Zeit gesellten sich weitere Sänger dazu und schließlich war auch der Name Woldenchor gefunden. Heute sind 16 Sänger aktiv, mehr als die Hälfte von ihnen hält dem Chor seit der Gründung die Treue. Inzwischen leitet mit Ahrend Seinhorst ein solches Gründungsmitglied den Chor. Denn nach dem Ausscheiden Brombachs 2008 übernahm Steinhorst zunächst übergangsweise, 2009 aber schließlich auch offiziell, die Leitung des Woldenchors. „Ich war in der Ausbildungsgruppe für Chorleiter der einzige Teilnehmer, der schon einen eigenen Chor hatte”, sagte er im Gespräch.

„Wir sind der klassische Kirchenchor”, beschreibt Steinhorst den Klang der Gruppe. Aber er und seine Gesangeskollegen seien darum bemüht, auch moderne Stücke, etwa aus dem Bereich der Volksmusik, zu singen. Denn seit 25 Jahren ist der Chor bestrebt, das Repertoire der geistlichen und weltlichen Vortragsstücke kontinuierlich zu erweiterten. Immerhin sind die Sänger nicht nur monatlich in den Gottesdiensten gefragt, sondern auch zu den Festtagen sowie bei Hochzeiten und besonderen Gottesdiensten.

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