Landkreis Aurich
Klima-Demo

Demonstration für den Klimaschutz

In Aurich fand am Freitag wieder eine "Fridays for Future"-Aktion statt. Begleitet wurde sie durch einen "Park(ing)Day".

Von Imke Cirksena

Aurich. In vielen Städten Deutschlands haben am Freitagvormittag wieder tausende Menschen unter dem Motto "Fridays for Future" für den Umweltschutz demonstriert - auch in Aurich. So sollte dem zeitgleich in Berlin tagenden Klimakabinett Druck gemacht werden, um Maßnahmen zum Erreichen der Pariser Klimaziele zu beschließen.

Die Demonstration in Aurich startete um 11 Uhr bei der Auricher Sparkassen-Arena. Hunderte Menschen kamen, darunter nicht nur viele Schüler, sondern auch Erwachsene. In Begleitung eines Streifenwagens der Polizei zog die Menschengruppe dann über den Pferdemarkt bis zum Marktplatz und schließlich vor das Auricher Rathaus. Dort fand eine Kundgebung mit mehreren Redebeiträgen und musikalischer Begleitung statt.

Tjarko Tjaden sprach als Wissenschaftler und Energieforscher vor den Demonstranten. Nach ihm gebe es beim Klimaschutz "kein Wissens-, sondern ein Umsetzungsdefizit." Pastor Tido Janssen hob die Verbindung von Glauben und Umweltschutz hervor. "Die Schöpfung ist erschöpft", mahnte er. Für ein Wunder müssten die Menschen nun selbst sorgen. Rolf Runge vom Bund Umwelt- und Naturschutz Deutschland machte auf Auswirkungen des Klimawandels in Ostfriesland aufmerksam. Der in diesem Jahr bei vielen ostfriesischen Äpfeln aufgetretene Sonnenbrand sei ein Zeichen dafür. Außerdem lebten nun Tierarten in Ostfriesland, die bisher nur am Mittelmeer heimisch waren. Veränderungen sollten daher auch direkt vor Ort stattfinden. So könne beispielsweise die Landwirtschaft auf Futtermittel aus Soja verzichten, für dessen Anbau Regenwälder zerstört werden, führte Runge aus.

Noch vor dem Demonstrationszug wurde gegen 10 Uhr mit dem ersten "Park(ing) Day" in Aurich auf den Parkplätzen am Georgswall begonnen. Für die Aktion kauften die Teilnehmer Parktickets für mehrere Stellplätze und nutzten diese für Fahrräder sowie Sitzgruppen und Spiele für die Teilnehmer. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC), der auriculum e.V. sowie einige Eltern beteiligten sich. "Die Autos besetzen zu viel öffentlichen Raum", meint Klaus Reisgies vom auriculum. Stattdessen könne der Platz besser für beispielsweise Grünflächen genutzt werden. "Die Stadt soll wieder an Lebensqualität gewinnen", forderte Reisgies weiter. Die Aktion soll auch in den nächsten Jahren an jedem 3. Freitag im September durchgeführt werden. In Deutschland wird die weltweite Bewegung vom ADFC koordiniert.

Erst am Donnerstag wurde in Aurich der Klimanotstand ausgerufen.

Weitere Bilder zur Demonstration finden Sie hier.

Kommentare
FOLGEN SIE UNS
Anzeige

KONTAKT ZU UNS

Sie ziehen um oder es gibt Probleme bei der Zustellung? Dann finden Sie Hilfe in unserem Servicebereich

Zum Servicebereich

Sie möchten direkten Kontakt zu einer Abteilung aufnehmen oder haben Anregungen? Dann finden Sie im Kontaktbereich die passende Adresse

Zum Kontaktbereich

AM SEEHAFEN