Landkreis Aurich
Viel zu tun im Sommer

Baubetriebshof rackert an sieben Projekten

Am 4. September wird der nächste Streckenabschnitt des Radwegs am Jade-Ems-Kanal eingeweiht. Doch bis dahin gibt es viel zu tun.

Von Henning Wieting

Wiesmoor. Eigentlich hätte in den sechswöchigen Sommerferien an der KGS Wiesmoor schon mehr von der mit insgesamt 1,6 Millionen Euro veranschlagten Erweiterungsmaßnahme sichtbar sein sollen. Aber eine noch ausstehende Statik-Prüfung hat alles etwas in Verzug gebracht. Das sagte Johann Burlager, Leiter des städtischen Baubetriebshofs, am Dienstagmorgen anlässlich eines Pressegesprächs. Wiesmoors Bürgermeister Friedrich Völler gab bei einer Begehung der laufenden sieben Bauprojekte der Stadt einen Einblick in den Ist-Zustand.

Die Baubestimmungen hätten den Planungen des Baubetriebshofs einen Strich durch die Rechnung gemacht, verdeutlichte Burlager. Für die KGS-Erweiterung gebe es ein Gesamtstatikgutachten. Das KSG-Gebäude 700 soll, wie berichtet, um ein Stockwerk erweitert werden. Hierzu möchte das beauftragte Unternehmen die Geschossdecke - wie durchaus üblich - mit gelieferten Fertigteilen bestücken. Burlager: „Und für diese Decke muss eine eigene Statik vorliegen.” Wegen überlasteter Planungsbüros warte man nun auf diese Zahlen, bis losgelegt werden kann. Ein Kran und ein Baugerüst stehen längst bereit.

„Bis zum neuen Schuljahr wird aber alles fertig”, zeigt sich Bürgermeister Völler überzeugt. Wenn die Kosten eingehalten werden, sind bis Sommer 2020 1,5 Millionen Euro verbaut und für 100 000 Euro sorgt fortan eine neue Heizung in den Gebäuden 100, 200 und 700 für Betriebstemperatur.

360 000 Euro werden in Wiesmoor für die Erneuerung der Sporthalle der Grundschule am Ottermeer in die Hand genommen. Der neue Hallenboden sei einer, der auch ein Begehen mit normalen Straßenschuhe aushält, berichtete Burlager. Neue Fenster hat die große Halle auch schon bekommen. „Demnächst tauschen wir die Lampen aus, weil wir alles auf LED umstellen.” Der Einschulungsfeier an diesem Samstag steht also nichts im Wege. Aber vielleicht doch: „Auf Stöckelschuhe sollte verzichtet werden, damit der Boden nicht doch beschädigt wird.” Bei der Sanierung der Sanitäranlagen wird die vorhandene Fliesenschicht aufgeraut und die neue dann einfach drübergeklebt.

Im laufenden Betrieb wird auch beim idyllisch gelegenen Kindergarten „Regenbogensteppkes” in Hinrichsfehn Hand angelegt. Der Erweiterungsbau inklusive des Umbaus des vorhandenen Kindergartens soll laut Plan bei etwa 400 000 Euro liegen. Hier ist gerade frisch verputzt worden. Die Kinder dürfen sich dann auf eine Fußbodenheizung freuen. Zurzeit wird das Dach eingedeckt, weswegen die Regenfälle zuletzt nicht so hilfreich waren. Burlager: „Die Fertigstellung des Bauvorhabens ist für Ende September geplant.”

Bis zum Jahresende ist die Fertigstellung der beiden Bauabschnitte des Feuerwehrhauses in Marcardsmoor geplant. Die Feuerwehr ist mittlerweile in die neue Halle eingezogen. „Dadurch wurden die Räumlichkeiten für den Umbau frei”, berichtete Burlager. Die Umkleideräume mit den entsprechenden Sanitärräumen für Frauen und Männer sind auch Teil des mit 350 000 Euro veranschlagten Projekts.

Für den städtischen Baubetriebshof stehen im Baugebiet A24 im Bereich des Torfabbaugebiets beim Amselweg nur noch Restarbeiten auf der Tagesordnung. Entlang der Baustraße werden Bordsteine und Rinnenanlagen mit Ablaufrosten eingebaut. „Abschließend erhält die Straße eine Bitumendeckschicht sowie eine Profilierung im Straßenseitenraum”, erklärt Burlager im Fachjargon. Die Begrünung wird dann in Absprache mit den neuen Anliegern angelegt.

Im benachbarten Baugebiet A 25 ist der erste Abschnitt fertig. Für den Bauverkehr ist eine Straße mit Bitumentragschicht hergestellt worden. Ver- und Entsorgungsleitungen sind verlegt. „Die ersten 25 Grundstücke sind verkauft”, ergänzte Bürgermeister Völler. Wiesmoor wächst also weiter. Bis zum Jahresende sollen die übrigen Grundstücke verkauft sein, für die derzeit die Schmutz- und Regenwasserleitungen verlegt werden.

Etwas feierlich soll es am Mittwoch, 4. September, werden. Dann nämlich steht die Abnahme des zweiten Sanierungsabschnitts des Radwegs am Ems-Jade-Kanal in Marcardsmoor an. Nach der Fertigstellung der ersten 1,6 Kilometer zwischen dem Ortskern von Marcardsmoor und dem Anlegeplatz der MS „Moornixe” sind nun die nächsten 1,5 Kilometer am Kanal wunderbar für Fahrräder und Pedelecs passierbar. Zwei Meter sind die Platten breit. Burlager: „Das ist die ideale Breite für den Begegnungsverkehr.” Vor dem Absperrtau zum Campingplatz Marcardsmoor entsteht auf frischem Mutterboden neues Grün in Form einer Blühwiesenmischung. „Im nächsten Jahr folgt der letzte Abschnitt bis nach Aurich”, sagte Völler. Dann wird der renovierte Radweg entlang des Ems-Jade-Kanals 4,3 Kilometer auf Wiesmoorer Seite betragen und rund 225 000 Euro verschlungen haben.

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