Landkreis Aurich
Bürgerbeteiligung in Aurich

Bürger wünschen sich autofreien Georgswall

Etwa 30 Menschen aus Aurich haben ihre Wünsche zum Hafenbecken abgegeben.

Aurich. Die Bürgerbeteiligung zum Hafenbecken und dem Auricher Georgswall hat eine überraschende Erkenntnis gebracht: Die Auricher wollen ihren Georgswall autofrei haben. Darauf wies Baurätin Irina Krantz in der vergangenen Sitzung des städtischen Sanierungsausschusses am Mittwoch hin. „Weitestgehend einstimmig”, hätten die 30 teilnehmenden Bürger den Wunsch geäußert, die Pkw zu verbannen. Diese deutliche Aussage zündelt am immer wieder aufflammenden Streit verschiedener Parteien um die Anzahl an innenstadtnahen Parkplätzen.

Beim Hafenbecken seien die Auricher weniger entschlussfreudig gewesen, teilte Krantz mit. Etwa zehn Teilnehmer seien zufrieden mit der jetzigen Gestaltung, weitere zehn wünschten sich nur geringfügige Verbesserungen wie etwa andere Pflanzen oder mehr Info-Tafeln. Das letzte Drittel wünschte sich „eine deutliche Veränderung”. In welche Richtung die gehen könne, verriet Krantz nicht.

Wie sich das Hafenbecken seiner Ansicht nach entwickeln sollte, verdeutlichte Richard Rokicki (AWG): „Ich bin für kompletten Abriss.” Die Stadt könne die Fläche vergrößern und den neu entstandenen Platz für Veranstaltungen nutzen, schlug der AWG-Fraktionsvorsitzende vor. Die magere Nachfrage an der Bürgerbeteiligung schob Rokicki auf eine verbreitete Resignation der Kreisstädter. „Viele Leute verstehen nicht, warum wir das Hafenbecken überhaupt gebaut haben”, sagte Rokicki.

Nun sei ein Abriss gar nicht so einfach, erinnerte CDU-Fraktionschef Arnold Gossel an den bestehenden Rechtsstreit zwischen der Stadt Aurich und den Planern und Baufirmen des Hafenbeckens. Erst müsse Rechtssicherheit bestehen. Das dauere. „Und dann haben wir im Sommer wieder diesen Schandfleck”, schimpfte Rokicki.

Zumindest dagegen könnte relativ zeitnah etwas geschehen. Hans-Gerd Meyerholz (GfA) schlug vor, die Beckenplatten provisorisch zu kleben, „damit es nicht ganz so katastrophal aussieht.” Die Baurätin wolle diese Möglichkeit prüfen, sagte Krantz. Und auch die in der Bürgerbeteiligung gewünschten Info-Tafeln werde die Stadt zeitnah aufstellen. „Das zu beauftragen, habe ich mir schon mal erlaubt”, sagte Krantz.

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