Landkreis Aurich
Mobilität

„Aurich ist die Autostadt im Norden“

Zwölf Autohäuser präsentieren am Sonntag in der Kreisstadt 23 Marken. Der Aktionstag soll die Akzeptanz für regionale Händler stärken.

Von Udo Hippen

Aurich. Die Stärkung des stationären Handels haben sich nicht nur die regionalen Einzelhändler auf die Fahnen geschrieben. Traditionell ist dies auch das Ansinnen der Autohändler, die genauso dem Online-Handel die Stirn bieten. Als eines ihrer Modelle nutzen sie dafür seit langer Zeit ihren jährlich stattfindenden Autotag, der an diesem Sonntag in der Zeit von 10 bis 17 Uhr bereits in der 33. Auflage über die Bühne geht.

„Unser Ziel ist es, die Autointeressierten in unseren Häusern begrüßen zu können“, erklärte Burim Braha vom Autohaus Gebr. Schwarte im Pressegespräch, der sich in diesem Jahr hauptverantwortlich um die Organisation des Aktionstages kümmert. „Wir möchten Schwellenängste abbauen.“ Schwarte-Verkaufsleiter Thore-Rolf Krack brachte es auf den Punkt: „Ziel ist es, dass die Leute nicht nur ins Netz gucken.“

Die Auricher können in dieser Hinsicht mit einem echten Pfund wuchern. Die Kreisstadt zählt zwölf Vertragshändler in ihren Reihen, die aktuell die Vielfalt von 23 Automarken präsentieren. Diese Zahl steigt demnächst sogar noch an. Das Autos Gebr. Schwarte kündigte in diesem Zusammenhang an, Seat ins Portfolio aufnehmen zu wollen.

„Aurich ist die Autostadt im Norden“, lautet deshalb ganz selbstbewusst der Tenor der Händlergemeinschaft. Während des Aktionstages entsteht deshalb ein regelrechter „Autotag-Tourismus“, der das interessierte Publikum von Autohaus zu Autohaus pendeln lässt. „Bei uns kann man das Auto vor Ort erleben“, fügte Nils Block, Betriebsleiter bei Renault Janssen in Aurich.

Da die Veranstalter stets mit vielen Tausend Besuchern am Sonntag rechnen, ist bei den Organisatoren natürlich auch „Corona“ ein Thema. „Gedanken machen wir uns täglich“, entgegnete Braha auf Sonntagsblatt-Nachfrage. „Aber die Veranstaltung absagen werden wir nicht.“ Er verwies dabei auf riesige Veranstaltungen wie beispielsweise die Internationale Tourismusmesse in Berlin, bei denen Absagen absolut gerechtfertigt seien. Kleinere Veranstaltungen wie die Autotage seien in diesem Zusammenhang eine andere Hausnummer. Grundsätzlich wolle man aber auf die entsprechende Hygiene-Etikette hinweisen.

Was die Autobranche betrifft, haben sich die Händler für ihren jetzigen Aktionstag „Mobilität im Wandel“ als Motto auf die Fahnen geschrieben. „Die Branche ist im Wandel“, ergänzte Autohausinhaber Michael Schunke. Dementsprechen werden in den Autohäusern die Elektrofahrzeuge beziehungsweise Hybridantriebe in den Fokus gerückt. In Sachen alternative Antriebe hat nahezu jeder Hersteller Angebote im Markenpaket.

Zum Erfolgsrezept des Autotages zählt traditionell ein buntes Rahmenprogramm, das die Autohäuser ganz individuell gestalten. „Unser Autotag soll ein Tag für die ganze Familie sein“, machten die Händler im Pressegespräch deutlich. Für kulinarische Angebote wie Kaffee und Kuchen wird stets ein kleiner Obolus genommen, der in der Vergangenheit von den Händlern ganz individuell gespendet wurde. In diesem Jahr wird der zusammenkommende Betrag gebündelt und dem Hospizverein Aurich zur Verfügung gestellt.

„Wir möchten das Geld nutzen, um unsere Kinderhospiz-Arbeit zu fördern“, erklärte Britta Baumann vom Hospizverein. „Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, die Lebensqualität von Kindern zu fördern.“ Die Betreuung von Familien könne über Jahre andauern. Das Geld werde eingesetzt, um die ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen.

Kommentare
FOLGEN SIE UNS
Anzeige

KONTAKT ZU UNS

Sie ziehen um oder es gibt Probleme bei der Zustellung? Dann finden Sie Hilfe in unserem Servicebereich

Zum Servicebereich

Sie möchten direkten Kontakt zu einer Abteilung aufnehmen oder haben Anregungen? Dann finden Sie im Kontaktbereich die passende Adresse

Zum Kontaktbereich

AM SEEHAFEN