Landkreis Aurich
Hallen-Turnier im Fußball

Aurich-Cup: Zuschauer-Interesse ungebrochen

Die Stimmungsmacher aus Wiesens fehlen jedoch in diesem Jahr. „Nur wenn die Mannschaften aus der Nachbarschaft antreten, sind auch die Fans da“, sagt Hallensprecher „Didi“ Müller-Dunkmann

Von Theo Gerken

Aurich. Eine sehr positive Zwischenbilanz zum Ablauf des diesjährigen 27. Aurich-Cups in der Auricher Sparkassen-Arena zog Hauptorganisator Stefan Wilts vom Veranstalter Sportvereinigung Aurich (SpVg) schon am Sonntagabend: „Das Zuschauerinteresse ist im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen, am zweiten Weihnachtstag war es sehr voll, nur am letzten Samstag waren weniger Fans gekommen, heute ist wieder ein normaler Tag.“ Beim Verlegen des Kunstrasens war den Mitarbeitern ein Fehler beim Kleben der Bahnen unterlaufen. „Das haben wir repariert, die Spielfläche ist dadurch nicht ganz so optimal wie in den Vorjahren“, berichtete Stefan Wilts. Auch mit der Technik haperte es am Sonntagabend ein wenig, die Zeitverzögerung nahmen aber alle ganz locker hin. „Wir sind bis jetzt sehr zufrieden!“, so Stefan Wilts, der auch erster stellvertretender Vorsitzender und Geschäftsführer der Sportvereinigung ist.

Trotz der vollen Halle kam in den ersten Stunden des Sonntagabends keine richtige Stimmung auf. „Wenn bei der F-Jugend Germania Leer gegen Bockhorn gespielt wird, interessiert das die meisten Zuschauer eher weniger, viel mehr los ist, wenn die Vereine aus dem Umkreis ihre eigenen Fans mitbringen, oder wenn der BSV Kickers Emden kommt, die Emder bringen immer ihre eigenen Anhänger mit“, wusste Hallensprecher „Didi“ Müller-Dunkmann, der sich diese Aufgabe mit dem ersten Vorsitzenden der Sportvereinigung, Werner Hoffmann, und Siegfried Schneider teilt. „Weil der SC 13 Eichen Wiesens in diesem Jahr keine Mannschaft gemeldet hat, kommt natürlich die Fangruppe aus Wiesens nicht“, bedauerte Müller-Dunkmann das Fehlen der Stimmungsmacher. Er hoffte, dass der TuS Weene das Fehlen der Wiesenser ausgleichen könnte. Alles im Griff hat die Turnierleitung mit Linus Wilts, Marco Kruse und Aylin Rewohl.

Stammgast beim Aurich-Cup ist Ewald Meyer, der Teammanager des Handballdrittligisten OHV Aurich. Meyer, erfolgreicher Fußballer in der Landesligamannschaft des SV Ostfrisia Moordorf der1990er Jahre unter Spielertrainer Michael Schulz, hatte gleich die Unebenheiten des verlegten Kunstrasens bemerkt: „Der Rasen ist irgendwie wellig!“ Vom Niveau der Fußball spielenden Akteure war Meyer etwas enttäuscht: „Das ist oft nur eine Bolzerei!“ Dagegen gab es Lob von ihm für die Organisation: „Das klappt reibungslos!“. Keine Hoffnung machte Meyer den Veranstaltern auf einen ähnlichen Auftritt des Fanclubs des TuS Weene: „Der Organisator dieser Truppe ist wohl in Vietnam, das wird nicht klappen.“ Auf die Frage des Heimatblatts auf ein eigenes Mitspielen beim Aurich-Cup meinte Ewald Meyer nur: „Ich bin nicht mehr fit genug!“ Er plaudere lieber mit vielen Bekannten aus der Fußball- und Handballszene.

„Das ist eine wahnsinnige Leistung der Organisatoren und Helfer des Veranstalters! Ein Riesenlob an die Verantwortlichen, hier kommt keine Langeweile auf“, war Jan Dirks, der Betreuer der ersten Herren des SV Wallinghausen, bei seinem ersten Besuch des Aurich-Cups richtig begeistert. Da spielte es nur eine untergeordnete Rolle, dass sein Verein gegen die beiden Gruppenfavoriten Germania Leer und Frisia Loga wohl kaum ein Chance auf ein Weiterkommen hatte. Spannend wäre eine Auseinandersetzung mit dem SV Ems Jemgum gewesen, doch die Rheiderländer hatten kurzfristig abgesagt. „Vieles ist möglich“, machte sich Dirks doch noch ein wenig Hoffnung.

Seinen Platz bei den Heimspielen des OHV Aurich hatte sich Alfred Wilts aus Moordorf auch beim Aurich-Cup gesichert. „Ich komme jeden Tag gegen 16 Uhr und bleibe einige Stunden hier“, erzählte der Vater von Geschäftsführer Stefan Wilts, der sich neben den Spielen des OHV auch keine Heimbegegnung des SV Ostfrisia Moordorf entgehen lässt. „Wir sind gekommen, um die Spiele der Männermannschaften zu sehen“, sagten die Auricherinnen Amy Jakobi, Angelika Zorn und Alina Rosenberg. Die Zeitverzögerung von knapp einer Stunde nahmen sie gelassen hin. Die Drei schauen alle Jahre beim Aurich-Cup vorbei und werden spätestens beim Finale wieder in der Sparkassen-Arena sein.

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