Landkreis Aurich
Traditioneller Torbogen

Aurich bekommt wieder ein Weihnachtstor

Die Kreisstadt bekommt in der Weihnachtszeit wieder eines der traditionellen Eingangstore. Eine Initiative von Kaufmannschaft und Stadt.

Von Udo Hippen

Aurich. Was wird aus Aurichs Postkartenmotiv? Diese Frage stellte das Sonntagsblatt vor einem Jahr. Gemeint war damit die Zukunft der traditionellen Torbögen, die über vier Jahrzehnte den Eingang in die Innenstadt während der Weihnachtszeit schmückten und damals bereits zum zweiten Mal aufgrund baulicher Mängel nicht errichtet werden konnten. Der Kaufmännische Verein und die Stadt haben die Frage jetzt beantwortet: In diesem Jahr wird es eine Neuauflage geben. Ein Weihnachtstor wird pünktlich zur Eröffnung des Weihnachtszaubers am Montag, 25. November, den Eingang in die Norderstraße schmücken. Die Auricher bekommen damit ihr weihnachtliches Wahrzeichen zurück.

Ursprung der Idee, dass Kaufmannschaft und Stadt gemeinsame Sache machen, war eine Sitzung des Arbeitskreises Innenstadt Mitte des Jahres, in der die Weihnachtstorbögen zum Thema gemacht wurden. Der Kaufmännische Verein erklärte sich damals bereit, sich um die Neuauflage eines Torbogens kümmern zu wollen. Vereinbart wurde, dass sich die Kaufmannschaft um die Gestaltung und oberirdischen Aufbauten kümmert und die Stadt den Part des Fundamentes übernimmt. Schnell kristallisierte sich der Plan heraus, für das erste, neue Weihnachtstor die Norderstraße ins Auge zu fassen. Diese Entscheidung fußt auf ganz praktische Gründe. Da sich die Fußgängerzone im Bereich der Osterstraße aktuell in der Sanierungsphase befindet, machte es keinen Sinn, sich dort über das jetzige Aufstellen eines Tores Gedanken zu machen. Auch der Eingang der Burgstraße rückte vorerst in den Hintergrund, da das dort vorhandene Ensemble aus Lambertiturm in der Flucht und dem ehemaligen Stadttor grundsätzlich als sehr ansprechend anzusehen ist. Die Norderstraße wurde als idealer Stadtort für das Comeback der Torbögen ausgewählt, weil sich dadurch auch optisch eine direkte Sichtachse zum Weihnachtszauber auf dem Marktplatz ergibt.

Der neue Weihnachtstorbogen befindet sich aktuell in der Fertigung. Als Rahmengestell werden Traversen verwendet, die auch im Bühnenbau zum Einsatz kommen und über die entsprechende Festigkeit verfügen, um den hier geltenden Windlastansprüchen gerecht zu werden. Diese Rahmenkonstruktion wird mit grünen Aluminium-Verbundplatten verkleidet, um den Grundriss der traditionellen Vorlage nachzuzeichnen. Diese sogenannten „Dibond”-Platten werden mit Kunsttanne und Lichterschmuck versehen. Dies wird so gefertigt, dass es dauerhaft bestand hat und nicht in jedem Jahr aufwendig neu geschmückt werden muss, wie es bei den alten Torbögen der Fall war. Darüber hinaus bekommt das neue Tor, das gut sechs Meter hoch sein wird und die Norderstraße überspannen wird, einen leuchtenden „Auricher Weihnachtszauber”-Schriftzug. Diese Arbeiten fallen in den Verantwortungsbereich der Kaufmannschaft.

Von der Stadt wird das Erstellen der Fundamente übernommen. Hier hat man sich in Absprache nicht für ein Element in der Erde entschieden. Es werden fünf Meter lange und rund 70 Zentimeter hohe sowie breite Betonfüße erstellt, in die die erste Traverse eingelassen wird. Diese Konstruktion ist im Vergleich zum Fundament in der Erde nicht nur schneller umzusetzen, es ist auch deutlich preisgünstiger. Darüber hinaus ergibt sich der Vorteil der Mobilität. Die Betonfüße werden mit Ösen beziehungsweise Staplerschuhen ausgestattet, sodass diese transportabel sind und auch bei anderen Anlässen zum Einsatz kommen können.

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