Landkreis Aurich
Kultur in Ostfriesland

13 000 Besucher bei Gezeiten-Konzerte

Der Freundeskreis zählt jetzt 703 Mitglieder.

Von Ina Wagner

Aurich. Die Zahlen sprechen für sich. Die Gezeitenkonzerte, die am Sonntag mit einem Konzert vor rund 1400 Besuchern im Gestüt Polderhof in Bunderhee zu Ende gegangen sind, notieren für die 36 Konzerte des Kern-Festivals exakt 12 945 Besucher, 607 mehr als im letzten Jahr. Hinzuzählen müsse man rund 900 Besucher aus den Pro- und Epilogkonzerten sowie 600 Schüler, die an den Tonali-Veranstaltungen beteiligt waren. Zusätzlich erwarten die Veranstalter noch eine hohe Zahl an Kindergartenkindern und Grundschülern, die am 20. September beim OLB-Konzert im Auricher EEZ dabei sein werden.

Beim jetzigen Pressegespräch im Auricher Landschaftsgebäude äußerten sich die Veranstalter angesichts rundweg positiver Erfahrungen enthusiastisch. Landschaftspräsident Rico Mecklenburg: „Es kommen von Jahr zu Jahr mehr Menschen in die Konzerte und die Zahl jüngerer Besucher nimmt zu.“ Der Künstlerische Leiter Matthias Kirschnereit: „Ostfriesland kommt hier zusammen. Die Gezeiten sind ein Identitätsfaktor.“ Organisationsleiter Raoul-Philip Schmidt: „Die Basis, auf der wir stehen, wird immer breiter.“ Freundeskreis-Vorsitzende Heide Fritzsche: „Wir laufen offene Türen ein, wenn wir für den Freundeskreis werben.“

Der Freundeskreis der Gezeitenkonzerte hat sein Ziel für dieses Jahr erreicht. 703 Mitglieder zählt er jetzt, das sind 45 mehr als zu Beginn des Festivals am 14. Juni. Gezählt werden im Förderkreis ausschließlich neue Mitglieder, die ihre Unterschrift geleistet haben. Darüber hinaus gebe es weitere Interessierte, die ihre Mitgliedschaft angekündigt hätten. Heide Fritzsche: „Wir sind stolz und glücklich über diese Entwicklung.“

Ein dickes Lob erhielt der Verein von der Generalsekretärin der Stiftung Niedersachsen. Lavinia Francke, die das Abschlusskonzert in Bunderhee miterlebte, habe sich höchst beeindruckt gezeigt und versichert, dass man das Festival von Hannover aus sehr genau im Blick habe.

Mit seiner Mitgliederzahl ist der Freundeskreis zum bisherigen alleinigen Hauptförderer, der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse, aufgerückt. Deren Vorstandsvorsitzender, Thomas Weiß, sicherte zu: „Wir bleiben als Förderer dabei - mit Freude!“

Die Liste der Superlative lässt sich fortsetzen: Sechsmal nahm das Radio Konzerte auf, einmal sogar live. Das ARD-Radio-Festival übernahm eine Übertragung, damit waren die Gezeiten bundesweit vertreten. „Wir waren in diesem Jahr medial sehr präsent“, fasste Matthias Kirschnereit zusammen.

Ihn plagen im Übrigen bereits andere „Sorgen“. Denn die Zahl der Anfragen von Musikern und Agenturen sei derart angestiegen, dass man geradezu die „Qual der Wahl“ habe. Auch die Angebote von Gemeinden, die Veranstaltungsräume anbieten, sei stark angewachsen, ergänzte Rico Mecklenburg „Wenn es danach ginge, könnten wir die Zahl der Konzerte pro Saison locker auf 50 steigern.“

Enormer Zuspruch komme von der ostfriesischen Wirtschaft. Mehr als 60 Förderer waren dieses Mal dabei. Zudem hat sich ein „Unterstützerkreis“ zugunsten der Gezeitenkonzerte gebildet, der derzeit 19 Unternehmen umfasst. Initiiert wurde diese Gruppe von dem stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, Jan Amelsbarg. Der Kreis ist offen für weitere Interessierte.

Von „sprudelnden Ideen“ im Team berichtet Veranstaltungsleiter Schmidt. Das alles könne sich so gut entwickeln, weil das Miteinander sehr harmonisch verlaufe. Dies wiederum sei in der Größe des Teams begründet, das im Kern aus fünf Personen, ergänzt durch Teilzeitkräfte, besteht. Dazu kommen zwei Fahrer, die die Künstler mit den von Volkswagen gesponserten Autos von Bahnhöfen oder Flughäfen abholen oder zurückfahren.

Die Künstlerbetreuung liege bei Berit Sohn in den besten Händen. Kirschnereit, von dem bekannt ist, dass er vor Konzerten ausschließlich Bananen isst, schwärmte: „Wir haben das beste Team in Nordeuropa.“ Das werde ihm auch immer wieder von den Musikern selber bestätigt.

Die Planungen für 2020 laufen auf Hochtouren, sagte Kirschnereit. Vieles sei noch im Werden, eines aber stehe fest: Zur Eröffnung am 7. Juni 2020 soll anlässlich des Beethoven-Jahres (250. Geburtstag) dessen Sinfonie Nr. 9 mit der „Ode an die Freude“ erklingen. Veranstaltungsort: die Martin-Luther-Kirche in Emden.

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