Meinung
Transfersummen

Wo soll das enden?

In England übersteigen die Transfersummen die Vorstellungskraft vieler Fußballfans. Selbst Nachwuchsspielern wird ein Marktwert zugeschrieben, den es dann durch Handeln noch zu verbessern gilt. Ein Kommentar von Dirk de Vries.

Die Transfersummen im englischen Fußball stoßen schon seit langer Zeit auf Unmut, unter anderem in der Bundesliga - solche immensen Summen seinen in Deutschland nicht zu zahlen, heißt es hierzulande vonseiten der Vereinschefs. Nun gibt es eine neue Stufe, die englische Clubs gezündet haben: Der nordirische Kultstürmer Will Grigg wechselte kurz vor Ende der Transferperiode für rund 4,6 Millionen Euro vom Zweitligisten Wigan Athletic zum klassentieferen AFC Sunderland und ist damit der teuerste Spieler der Dritten Liga. Wo soll das noch enden? Dass sich Fußballvereine über Ausbildungsentschädigungen unterhalten, die Spieler viel Geld verdienen sollen, oder auch gewisse Ablösesummen gezahlt werden, ist okay. Aber dass die Spielerberater schon junge Nachwuchskicker zu einer taxierbaren und sehr teuren Ware degradieren, ist moderner Menschenhandel - natürlich mit dem Unterschied, dass die gehandelte Ware selbst auch lukrativ verdient. Der Fußball ist auf dem besten Weg dahin, alle anderen Sportarten weit ins Hintertreffen zu bugsieren. Und wir Fans machen das tagtäglich gerne mit.

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