Meinung
Corona

Tote kaufen nichts

Die Rufe aus der Wirtschaft und in der Folge aus der Politik, jetzt unbedingt über einen Ausstieg aus den Corona-Beschränkungen nachzudenken, sind verständlich und beunruhigend zugleich. Ein Kommentar von Axel Milkert.

Wir alle sind Teil eines Programms, das helfen soll, das gefährliche Virus auszubremsen. Ob dieses Programm Wirkung zeigt, wissen wir bisher nicht. Noch flacht sich die Kurve der Infektionen nicht ab. Im Gegenteil: Das Robert-Koch-Institut warnt nachdrücklich, unser Gesundheitssystem könne - wie in anderen Ländern auch - in Kürze an seine Grenzen stoßen.

In dieser Situation nunmehr der Politik die Pistole auf die Brust zu setzen, ist gefährlich. Der Druck aus Wirtschaftskreisen wird sich verstärken, je länger Fabriken und kleine Betriebe geschlossen bleiben müssen. Der herrschende Stillstand ist in der Tat furchtbar. Nicht nur für Unternehmer, sondern auch für die weitaus größere Gruppe der Arbeitnehmer.

Bei aller wirtschaftlichen Not: Noch haben wir die Möglichkeit, durch anhaltende Beschränkungen den Kampf gegen das Virus zu gewinnen. Die nächste Phase könnte dann sein, wie in Italien und Spanien entscheiden zu müssen, wer leben darf und wer sterben muss.

Das sollten die Entscheider bedenken. Denn klar ist auch: Tote kaufen gar nichts mehr.

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