Meinung
Gedenksteine

Stoplersteine sind sinnstiftend

In Emden und der Krummhörn werden demnächst weitere Steine verlegt. Das ist Anlass genug, noch einmal über diese geniale Idee von Erinnerungsarbeit nachzudenken. Ein Kommentar von Jens Voitel.

Die Verlegung der sogenannten Stolpersteine, die an das Schicksal verfolgter Mitbürger während der Nazi-Zeit erinnern sollen, zieht immer weitere Kreise und soll nun auch in die Krummhörn hinein fortgesetzt werden. Das ist Anlass genug, noch einmal über diese geniale Idee von Erinnerungsarbeit nachzudenken. Tatsächlich kann es keinen besseren Namen geben als „Stolperstein”, denn es ist heute, mehr als 70 Jahre nach der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten, dringender denn je, dass so mancher Zeitgenosse über die grausamste Epoche der deutschen Geschichte stolpert, damit sie nicht doch noch in Vergessenheit gerät.

Die namentliche Erinnerung an die Opfer ist zudem viel eindringlicher, als es die Nennung nackter Zahlen und Daten je sein könnte. Und: Der unmittelbare Bezug zur oft letzten Wohnstätte der Opfer vermittelt eine unnachahmliche Verbindung zwischen damals und heute. Es ist gut, dass die anfängliche Diskussion darüber, ob man die Gedenksteine „mit Füßen tritt”, weitestgehend ausgeräumt ist. Somit sind die Stolpersteine sinnstiftender geworden als manch anderes Denkmal.

Den dazugehörigen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Emder Zeitung vom 7. November sowie in der ePaper-Ausgabe für 1,09 Euro bei Android und Apple.

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