Meinung
Tauben-Vergrämung

Schuss in den Ofen

Schreckschüsse sollen das Problem der Tauben am Stadtgarten lösen. Dabei gibt es einen viel besseren Vorschlag. Ein Kommentar von Gaby Wolf

Die Stadtverwaltung will das Tauben-Problem im Stadtgarten mit Schreckschüssen lösen. Eine Art Tauben-Sheriff soll dazu in dieser Woche morgens und abends auf Vergrämungsstreife gehen (wir berichteten hier). Man darf orakeln, dass das ein Schuss in den Ofen werden wird.

Leidgeprüfte Besitzer eines Balkons im Dachgeschoss werden bestätigen: Vergrämung über Lärm funktioniert nicht. Nein, jetzt kommt kein Gehörlosen-Gag. Aber wer es schon einmal selbst mit Trommeln und Scheppern versucht hat, weiß: Tauben tangiert das nur für einen Schreckmoment. Dreht man sich um, sind sie wieder da. Am Ende wird man erkennen müssen: Alle Regulierungsversuche haben keinen Wert, wenn das Futterangebot nicht eingedämmt wird. Wo es Tauben bequem durch Menschenhand vor die Füße fällt, bleiben sie - und vermehren sich. Viel besser wäre es, jenem Vorschlag zu folgen, den Emder Tierschützer schon vor zwei Jahren ins Spiel gebracht haben: die Vögel mit gutem Futter in betreute Taubenschläge mit bequemen Niststellen zu locken und die Eier von Zeit zu Zeit durch Attrappen aus Gips zu ersetzen.

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