Meinung
Arkaden-Parkhaus

Nicht alles zerreden

Der Vorschlag für ein neues Parkhaus an den Neutor-Arkaden kommt nicht gut an. Und die Kritikpunkte machen Sinn. Ein Kommentar von Stephanie Schuurman

Die große Zustimmung, die sich die Stadtspitze bei der Verkündung dreier innenstadtrelevanter Vorschläge erhoffte, ist bisher ausgeblieben. Im Gegenteil: Von den oppositionellen Parteien hagelte es bisher nur Kritik. Besonders im Fokus stehen die Abwicklung des Apollo und der Vorschlag zur Realisierung des Parkhauses an den Neutor-Arkaden (Seite 3/5).

Einige Kritikpunkte sind dabei stichhaltig. Etwa die Frage, warum bisher ein offenbar übervoller Geldtopf nicht längst für sicherere Radwege genutzt wurde. Dann wiederum fragt sich der objektive Betrachter aber, wer da und weshalb so beleidigt reagiert. Auf der einen Seite werden von der Verwaltung Vorschläge zur Verbesserung in allen Bereichen erwartet, auf der anderen wird verbal drauf los geschlagen, nur weil die Verwaltung sich erdreistet, ihre Vorschläge nicht erst im Rat zu verkünden (der im Übrigen auch öffentlich ist).

Im Grunde ist es nicht schlimm, wenn sich die Politik argumentativ streitet, sie soll es ja sogar. Doch wenn jetzt ein so wegweisendes Projekt wie der Arkaden-Komplex zerredet wird, bevor es überhaupt im Detail vorgestellt ist, wäre das fatal. Es ist seit langem die erste echte Chance auf eine Innenstadtbelebung.

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