Meinung
Hundesteuer in Emden

Keinen Respekt gegenüber der Emder Politik

In der Seehafenstadt ist eine Hundesteuer-Diskussion entbrannt. Das Verhalten der Hundehalter in der Einwohnerfragestunde lässt sich durch nichts rechtfertigen. Ein Kommentar von Gaby Wolf.

Das hat es so noch nicht gegeben: Im Emder Finanzausschuss sind die Ratsmitglieder von erbosten Bürgern wegen der geplanten Hundesteuererhöhung auf das Derbste beschimpft worden. Damit ist jetzt auch hier eingetroffen, was kritische Beobachter der sogenannten sozialen Netzwerke immer befürchtet haben: Ungezügelte verbale Rüpeleien, die sich auf Facebook und Co. längst die Bahn gebrochen haben, verlassen die virtuelle Ebene und schwappen in die reale Welt.

Das Verhalten der Hundehalter in der Einwohnerfragestunde (die, wie der Name schon sagt, zum Fragen und nicht für respektlose Ausfälle da ist) lässt sich durch nichts rechtfertigen. Weder mit der (von der Stadt doch gerade gewollten) Bürgerbeteiligung noch mit dem Recht auf die freie Rede. Meinungsfreiheit ist keine Gladiatoren-Arena, in der gekämpft wird, bis die Widersacher niedergemacht sind. Sie endet da, wo die Würde anderer verletzt wird. Dabei könnte es so einfach sein - wenn man den Respekt, den man für sich selbst einfordert, auch gegenüber anderen übt. Kritik und Unmut sind ja dabei nicht verboten.

Nun möchte die Emder Zeitung wissen: Was halten Sie, liebe Leserinnen und Leser, vom Vorhaben? Stimmen Sie hier ab oder schreiben Sie uns eine Mail an online@emderzeitung.de

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