Meinung
Paket-Drohnen

Kein Boten-Ersatz

DHL testet aktuell in China die Paketzustellung per Drohne. Das Modell hat aber Nachteile. Ein Kommentar von Patrick van Hove

Der deutsche Paketzusteller DHL testet derzeit in China die Paket- und Briefzustellung mit Hilfe einer Drohne. Auf einem acht Kilometer langen Straßenstück fliegen die kleinen Roboter hin und her. Statt 40 Minuten mit einem Auto dauert die Zustellung lediglich acht Minuten. Ob dies aber ein Modell mit großer Zukunft ist, ist durchaus fraglich.

Zum einen geht durch die Drohnen-Zustellung eine massiv unterschätzte soziale Komponente verloren. Sei es der einfache Plausch mit dem Postmann bei der Annahme der neuen Kaffeemaschine, oder eine Nachfrage dazu, wie genau denn die Retoure der Ware funktioniert. Dinge, die eine Drohne nicht leisten kann.

Desweiteren scheint ein in diesem Fall gelber Sprinter mit roter Aufschrift der wesentlich sicherere Ort für die Lieferungen zu sein. Alleine der Gedanke daran, dass das neue Geschirr oder die Spielekonsole statt im Auto-Regal liegend, an einer Drohne hängend und schwebend durch die Nachbarschaft schwirrt, wirkt schon sehr befremdlich. Die Effizienz bei der Zustellung sollte nicht über die Menschlichkeit gestellt werden.

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