Meinung
Der Wolf in Deutschland

Ja zur Jagd

Der Umgang mit dem Wolf ist in Deutschland ein Streitthema. Eine unkontrollierte Ausbreitung bringt Probleme für Mensch und Natur mit sich. Ein Kommentar von Lars Möller.

Vor mehr als 100 Jahren wurde der letzte Wolf in Deutschland geschossen. Inzwischen ist er wieder da. Und wie es scheint, ist er gekommen, um zu bleiben. Das darf er auch. Wenn sich der Wolf allerdings, so wie bisher, fast unkontrolliert verbreitet, wird die Akzeptanz für das Raubtier schnell schwinden. Vor allem unter Viehhaltern ist das ja auch schon längst geschehen. Sie fühlen sich mit den Schäden und Risiken, die vom Wolf ausgehen, allein gelassen (Seite 1 und 6). Zurecht.

Auch Wolfsschützer und Behörden müssten endlich anerkennen, dass die deutsche Natur- großflächig in eine Kulturlandschaft umgestaltet wurde. Mensch und Tier sind seit mehr als 100 Jahren daran gewöhnt, dass es keinen großen Räuber mehr gibt. Seine Rückkehr verursacht deshalb gewaltige Probleme. Ein Verband wie die Deichacht fordert sicherlich nicht aus Boshaftigkeit, die Bedingungen für die Jagd auf Wölfe zu lockern. Der Wolf muss in Deutschland aktiv bejagt werden. Daran führt kein Weg vorbei. Es gibt einfach Bereiche, in denen er nichts verloren hat. Deiche zum Beispiel. Mit Ausrottung hat das nichts zu tun.

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