Meinung
Nordseewerke

Identitätsstiftend

Für die insolventen Nordseewerke zeigte sich kürzlich ein möglicher Ausweg - vorausgesetzt, man glaubt trotz mehrfacher Pleiten an die Zukunft des Betriebes. Ein Kommentar von Stephanie Schuurman.

Offenbar geht es doch weiter mit Emdens Traditionswerft, den ehemaligen Nordseewerken. Voller Optimismus schildert der Betriebsrat die jüngsten Entwicklungen, wonach der norwegische Anteilseigner der aktuellen Gesellschaft das Ruder übernehmen könnte.

Dass dann aus den Nordseewerkern Fosianer werden würden, ist dabei wohl ohne Belang. Den eigenständigen Traditionsnamen haben die Mitarbeiter der Werft schließlich schon vor Jahren verloren. Es ist immerhin die vierte Insolvenz, die die wenigen verbliebenen Mitarbeiter dort mitmachen müssen. Die Namen bekamen entsprechend weitere Anhänge. Und ob es nun Norweger oder sonstwelche Landsleute sind, die weitere Aufträge und damit Arbeit am Standort Emden sichern, ist auch egal.

Allerdings muss man das Ganze nicht vollends zynisch betrachten. Die Aussicht, dass die Werftarbeiter - in welcher Form auch immer - an der neuen Betreibergesellschaft beteiligt werden könnten, lässt hoffen. Denn auch das ist identitätsstiftend. Egal wie sie denn letztlich heißen mag.

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