Meinung
ESC-Vorentscheid

Gute Strategie, aber...

Beim Eurovision Song Contest hat sich einiges verändert. Und obwohl die neue Strategie den Wettbewerb wieder interessanter macht, hat sie einen Beigeschmack. Ein Kommentar von Gaby Wolf.

Der deutsche Vorentscheid für den Eurovision Song Contest 2019 ist beendet. Gebracht hat er uns zum einen ein Gewinnerduo, zum anderen ein Reglement, das man endlich einmal beibehalten sollte. Das jahrelange Herumdoktern mit Abstimm-Methoden und mehreren Wettbewerbsrunden, hat vielen die Lust am Gucken und Mitstimmen verdorben. Mit dem jetzigen Drittel-Mix aus den Stimmen einer Eurovisions-Jury, einer Experten-Jury und den TV-Zuschauern scheint dagegen ein faires Wertungssystem gefunden zu sein. Und der Entscheid ist interessanter geworden, weil auch internationale Meinungen abgeklopft werden. Und doch bleibt ein Beigeschmack. Wo ist der Ursprungsgedanke des Ganzen geblieben? Der Grand Prix sollte nach dem Krieg die Völker wieder zusammenbringen. Die Musik sollte einen, die Menschen aber auch für die unterschiedlichen Eigenarten und Identitäten in Europa öffnen. Stattdessen werden heute verbissen Strategien für den Sieg und kommerziellen Erfolg entwickelt. Dass kein einziger deutschsprachiger Titel beim Vorentscheid dabei war, ist ein trauriger Höhepunkt dieser Entwicklung.

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