Meinung
Thema: Täter verhöhnen Opfer

Gewalttat in Emden: Eine Parallelgesellschaft

Das Verhalten der möglichen Täter zeigt, dass im Leben der jungen Menschen einiges schief gelaufen ist. Ein Kommentar von Stefan Bergmann

Zwei Männer erschlagen einen 27-jährigen und verschicken danach Sprachnachrichten, in denen sie sich über die Tat und das Opfer lustig machen. Mit Bild.

Vorausgesetzt, dass die Polizei die richtigen Täter festgenommen hat und die Nachrichten auch wirklich von ihnen sind - wonach es aussieht: Die Rohheit dieser Tat und wie sie zum eigenen angeblichen Ruhm ausgeschlachtet wird macht einen fassungslos. Ob die Männer während der Tat betrunken waren oder nicht, spielt für die Bewertung keine Rolle. In der Art, wie sie sich mit ihrer Tat brüsten, machen sie klar, dass sie wussten, was sie taten.

Die Tat und ihre Folgen stehen für einen maximalen Werteverlust in Teilen der Gesellschaft. Gewalt gab und gibt es immer. Sich öffentlich damit brüsten blieb bisher nur einigen verwirrten Irren vorbehalten. Dass der Otto-Normal-Jugendliche aus Emden dies nun auch tut, zeigt, dass in diesen jungen Leben wohl bisher einiges schiefgelaufen ist. Die Parallelgesellschaften, denen nichts heilig ist und die menschliche Werte und Gesetze verachten, sind offenbar auch in Emden angekommen.

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