Meinung
Ültje-Gelände

Gemeinsame Politik

Am Ende des Jahres startet der Abriss des Ültjes-Geländes. Besser spät als nie: Mehr bezahlbaren Wohnraum könnte Emden gut gebrauchen. Ein Kommentar von Johannes Booken.

Mit dem Abriss der ehemaligen Ültje-Fabrik wird erst Ende dieses Jahres begonnen. Verantwortlich für die Verzögerung ist laut Stadtverwaltung die Ausschreibung, die gründlich vorzubereiten sei.

Seit Jahrzehnten verfällt das Gelände in Transvaal. Es ist dringend an der Zeit, die maroden Mauern abzureißen, doch auf eine wenige Monate lange Verzögerung kommt es jetzt nicht mehr an. Stattdessen sollten Emdens Politiker gemeinsam nach vorne schauen und stolz darauf sein, diesen Weg endlich eingeschlagen zu haben. Debatten über den späteren Baubeginn sind fehl am Platz. Entstehen sollen auf dem Gelände der ehemaligen Erdnussrösterei hunderte Wohnungen, die für alle Bevölkerungsschichten ausgelegt sind. Insbesondere für Alleinstehende, junge Paare und Studenten ist bezahlbarer Wohnraum wichtig für die eigene Existenz.

Emden ist eine durchaus attraktive Stadt. Damit das auch so bleibt, muss neben dem Ültje-Gelände auch das Baugebiet in Conrebbersweg erschlossen werden. Ansonsten erhält die Stadt immer mehr von denjenigen, die sie sowieso schon hat: tausende Pendler.

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