Meinung
Sperrung der Neutorstraße

Geht doch!

Aufgrund des Abrisses der Kaufhalle wurde die Neutorstraße mehrere Tage lang gesperrt. Die Fußgänger freut's, der Verkehr läuft trotzdem - ein Hinweis dafür, die Straße für immer autofrei zu machen? Ein Kommentar von Stefan Bergmann.

Da wird eine der Hauptverkehrsachsen mitten in der Stadt gesperrt - und die Welt geht gar nicht unter in der Auto-Stadt Emden! Zwar gibt es drumherum etwas mehr Verkehr. Aber im Großen und Ganzen läuft es ganz gut. Natürlich warnen jetzt alle, dass dieses Zwangs-Experiment keine große Aussagekraft habe. Man dürfe nicht verallgemeinern. Man könne keine Rückschlüsse daraus ziehen auf eine dauerhafte Sperrung der Neutorstraße inklusive Einrichtung einer Fußgängerzone. Doch die Gründe leuchten nicht ein - wenn denn überhaupt welche genannt werden. Die Sperrung zeigt auch, dass einiges geht, wenn man es nur einfach mal ausprobiert. Innenstädte sind für Menschen gebaut und man braucht Parkplätze, aber keine sommerliche Rennstrecke für Testosteron-gesteuerte Show-Fahrer. Und letztlich würde auch der Handel profitieren, wenn man gemütlich auf der Neutorstraße bummeln könnte und nicht dauernd über die Straße hechten müssen. Ich wage die Prognose, dass die Welt nicht untergehen würde, wenn der Neue Markt autofrei würde. An drei Tagen in der Woche funktioniert es ja schon.

Kommentare
FOLGEN SIE UNS

AM SEEHAFEN

Anzeige
Anzeige