Meinung

Geflügelpest: Mehr Fragen als Antworten

Im Landkreis Aurich wurde ein Sperrbezirk aufgehoben. Doch es bleiben Fragen. Ein Kommentar von Jens Tammen.

Vor drei Wochen soll in einem Putenbestand in der Gemeinde Dornum die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, ausgebrochen sein. Damals wurden die 10 000 Puten kurzerhand gekeult, wie es im Fachjargon heißt. Nun hat der Landkreis Aurich den Sperrbezirk wieder aufgehoben, weil keine weiteren Ausbrüche verzeichnet wurden.

Ist die Maßnahme also erfolgreich gewesen? Wohl eher nicht. Denn der Seuchenausbruch war in einem Putenbestand in einem hermetisch abgeriegeltem Stall mit Belüftungssystem und keiner Verbindung nach draußen. Wie soll in einen solchen Stall das Virus eindringen? Diese Frage stellt sich bereits seit Jahren. und drängt sich mit jedem neuen Ausbruch weiter in den Vordergrund.

Während also Kleinst- und Hobbyhalter ihre Tiere auf einmal aufstallen müssen, um sie vor dem Virus zu schützen, ändert sich bei den Geflügelbetrieben nichts. Die Tiere waren auch schon vorher aufgestallt. Und trotzdem sind es die industriellen Bestände, in denen das Virus ausbricht.

Schuld sollen wieder einmal die Wildvögel sein, die das Virus in sich tragen. Komisch nur, dass kaum Wildvögel an dem Virus verenden. Sie fliegen weiter quicklebendig übers Land. Und wie soll so ein Vogel eigentlich in die Stallungen gelangen? Die Geflügelpest wirft mehr Fragen auf, als dass es Antworten gibt,

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