Meinung
Milliardenloch

Es trifft die Bildung

Die Eintrübung der Konjunktur verursacht eine tiefes Loch in der Regierungskasse. Nun soll an den Schulen das Geld für die Digitalisierung gekürzt werden - eine Entscheidung, die sich in der Zukunft rächen könnte. Ein Kommentar von Johannes Booken.

Die sprudelnden Steuereinnahmen scheinen bald ein Ende zu finden. Ausschlaggebend ist die Eintrübung der Konjunktur. Der Regierung droht damit ein klaffendes Steuerloch in geschätzter Höhe von 25 Milliarden Euro.

Fakt ist: Die Politik muss sparen. Das Investitionsprogramm bedarf einer umfassenden Kürzung. Das Bundesfinanzministerium um Olaf Scholz zückt den Rotstift und streicht kräftig - doch leider an einer grundlegend falschen Stelle. Im Entwurf heißt es, dass für den Digitalpakt der Schulen kein weiteres Steuergeld bereit gestellt werden kann. Das trifft allerdings früher oder später den gesamten Staat. Die Bildung bleibt wegen der fehlenden Technik in Deutschlands Schulen weiterhin unter dem Möglichen. Die skandinavischen Länder setzen auf viel Technik im Klassenraum. Die Folge: Deutschland landet im PISA-Vergleich hinter Norwegen und Co. Wie schön es doch einmal andersherum wäre. Und: Das Lernen in einem modernen Klassenraum macht mit Sicherheit deutlich mehr Spaß als in einem sanierungsbedürftigen.

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