Meinung
Politische Krise in Venezuela

Es ist an der Zeit

Die Strom- und Wasserversorung in Venezuela droht einzubrechen. Nun wird ein Schuldiger gesucht und die Lösungsfindung rückt in den Hintergrund. Ein Kommentar von Jens Tammen.

Die massiven Stromausfälle in Venezuela legen große Teile des gesamten Landes lahm. Statt an Lösungen zu arbeiten, beschuldigt die Maduro-Regierung die USA. Es ist ein weiterer Schachzug in dem seit Wochen andauernden Machtkampf zwischen Regierung und Opposition. Ein Schachzug, mit dem sich die Krise weiter zuspitzt. Die Bevölkerung leidet. Weil vielerorts die Pumpen ausgefallen sind, muss das Wasser mit Kanistern aus den Flüssen geholt werden. Es ist eine Schande. Statt aktiv zu helfen, ist Maduro nur um den Erhalt seiner eigenen Macht bemüht. Verblendet setzt er alles daran, Staatschef zu bleiben. Noch stützt er sich dabei auf das Militär. Die obere Führung ist ihm noch treu. Doch in den unteren Rängen kriselt es gewaltig. Es ist eine Frage der Zeit, bis sich große Teile der einfachen Soldaten auf die Seite der Opposition stellen. Sicher ist: Es wird keine diplomatische Lösung geben. Maduro wird sich nicht zurückziehen, lieber setzt er seine Schergen gegen das eigene Volk ein. Es ist an der Zeit, dass das Militär dem ein Ende setzt und durch ein Eingreifen endlich einen demokratischen Neuanfang in Venezuela ermöglicht.

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