Meinung
Deutsche IS-Kämpfer

Eine Verpflichtung

Donald Trump möchte, dass inhaftierte IS-Gewalttäter von ihren Herkunftsländern aufgenommen werden. Damit hat er ausnahmsweise einmal Recht. Ein Kommentar von Alf Hitschke.

Die Art und Weise ist eines Regierungschefs unwürdig, die angedrohten Konsequenzen sind ohne Frage kriminell. Die Begründung dafür, dass inhaftierte IS-Gewalttäter gerade jetzt von ihren Herkunftsländern aufgenommen werden sollen, bleibt nebulös. Und trotzdem kann man Donald Trump nicht absprechen, ausnahmsweise Recht zu haben. So schwer es auch fällt.

Deutschland, Großbritannien, und Frankreich wurden angesprochen. Für sie und alle anderen Staaten gilt: Sie haben die Pflicht, die eigenen Staatsbürger „zurückzunehmen”, wie Trump es nennt.

Besteht eine völkerrechtliche Verpflichtung? Keine Ahnung. Eine moralische Verpflichtung, Syrien die inhaftierten IS-Kämpfer abzunehmen, gibt es in jedem Fall. Für Deutschland, weil es mit den zum Anschluss an den IS bereiten Bürgern oft allzu sorglos umgegangen ist - es möglicherweise sogar gerne sah, wenn die künftigen Terroristen das Land verließen. Deshalb müssen die deutschen IS-Terroristen, so gewaltig die Folgen für die deutsche Justiz auch sein werden, nach Deutschland überführt werden.

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