Meinung
Aktion für den Umweltschutz

Eine Mikro-Hilfe für den Ozean

Die Müllreinigung im Pazifischen Ozean brachte erste Erfolge. Es ist aber, gemessen an der Größe unseres Plastikproblems, nur eine Mikro-Hilfe. Ein Kommentar von Kornelia Sojka.

Nach einjähriger Testphase hat die Organisation „The Ocean Cleanup” erste Erfolge verkündet: Ein Hunderte Meter langer, U-förmiger Müllfänger hat im Pazifik den ersten Plastikmüll gesammelt.

Gratulation! Das System habe riesengroße Plastikteile, aber auch Mikroplastik aus dem Pazifik gefischt, verkündete der junge Gründer des Projektes. Was so wundervoll und einfach klingt, darf aber nicht als die Lösung des Plastikproblems in den Meeren angesehen werden. Denn Plastik schwimmt nicht nur an der Oberfläche, sondern befindet sich in der gesamten Wassersäule bis zum Meeresgrund. Das System mit den Fangarmen ist sicherlich hilfreich, den Dreck aus den Meeren zu fischen. Es ist aber, gemessen an der Größe unseres Plastikproblems, nur eine Mikro-Hilfe. Viel besser und natürlich effektiver wäre, konsequent dafür zu sorgen, dass Plastik erst gar nicht in unsere Meere gelangt. Und das gelingt nur, wenn wir unseren Konsum ändern und auf Plastik verzichten. Dann brauchen wir auch keine Müllsauger in den Gewässern schwimmen lassen und Boote losschicken, die den Müll aus den Fangarmen einsammeln.

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