Meinung

Ein kurzes Eigenlob für die vierte Gewalt

Viele Menschen fragen: Warum eine Zeitung lesen, wenn ich auch kostenlos auf Internetseiten und auf sozialen Netzwerken informiert werde? Die EZ zeigt es an einem wichtigen Beispiel. Ein Kommentar von Lars Möller.

Mehrere Schulen klagen über Lehrermangel. Auch in Emden ist das der Fall. Foto: Marijan Murat

Als „vierte Gewalt” bezeichnete man früher vor allem Presse und Rundfunk. Heute ist das anders. Das Internet spielt eine gewichtige Rolle bei der Informations-Verbreitung. Das ist bekanntermaßen nicht spurlos an den klassischen öffentlichen Medien vorbeigegangen. Viele Menschen fragen: Warum eine Zeitung lesen, wenn ich auch kostenlos auf Internetseiten und auf sozialen Netzwerken informiert werde?

Im Kleinen finden Leser in der heutigen EZ-Ausgabe eine Antwort: Ein Lehramtsstudent würde gerne in Emden sein Praktikum absolvieren. Die Universität sagt wegen einer Erreichbarkeits-Regelung aber „nein”. Der Lehramtsstudent wendet sich an die Emder Zeitung, die berichtet, den zuständigen Minister anspricht und den Stein ins Rollen bringt. Der Minister stellt schließlich Nachbesserungsbedarf fest. Das klingt nach Eigenlob? Mag sein. Doch dieses kleine Beispiel verdeutlicht, welche Bedeutung Zeitungs-Redaktionen für eine Stadt haben können. Hunderte davon gibt es in Deutschland. Tausende Journalisten haken täglich bei Verantwortlichen nach. Macht facebook das auch?

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