Meinung

Ein Anfang für die Speicherung erneuerbarer Energie

In Emden wird derzeit eine Anlage errichtet, die Windstrom speichert. Doch das ist bislang nur ein kleiner Anfang. Ein Kommentar von Jörg-Volker Kahle.

So sieht die Emder Anlage aus, die den mit Windkraftanlagen erzeugten Strom in Gas umwandelt. Foto: Eric Hasseler

Die Stadtwerke Emden wollen eine Anlage bauen, mit der nicht direkt gebrauchter Windstrom gespeichert werden soll. Eine Nachricht, die sofort aufhorchen lässt: Sollte es nun gelungen sein, das Kernproblem des Stroms zu lösen, der aus Windkraft erzeugt wird? Denn der Wind weht ja nicht unbedingt dann, wenn der Strom gebraucht wird.

Doch leider lässt sich die Vorstellung von einer Riesenbatterie, auf der der im Moment überflüssige Windstrom eingelagert wird, wie in einer großen Scheune, bis zur nächsten Flaute, nicht so einfach realisieren. Zumindest nicht auf eine Art, die das auf halbwegs wirtschaftliche Weise ermöglicht. Nach der Superbatterie in Containergröße, die man wie den Handy-Akku ans Netz, also den Windpark, klemmt, bis sie voll ist, muss wohl noch weiter geforscht werden.

Bis dahin sind Übergangslösungen wie die, Strom in Gas zu wandeln, zumindest eine Teillösung - und damit ein Anfang. Dass Emden, wenn auch nicht am Anfang, so doch weit vorne, mit dabei ist, steht der Stadt (und den Stadtwerken) gut zu Gesicht.

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