Meinung
Essen zu Weihnachten

Der richtige Weg?

In Emden fand eine Demonstration gegen Tierleid statt. Doch hat sie dazu beigetragen, wirklich umzudenken? Ein Kommentar von Ann-Kristin Hoge.

Ein kleiner Demonstrationszug aus acht schwarz gekleideten Leuten, ausgestattet mit Schildern und Flaggen, zog am Samstag durch Emdens Innenstadt. Das war der Trauermarsch der Gruppe „Ostfriesen gegen Tierleid”. Dagegen ist erst einmal nichts einzuwenden. Es dürfte schwierig sein, jemanden zu finden, der sich aktiv für das Tierleid stark macht. Aber war es nötig, gerade bei den Wurstbuden Halt zu machen? Und war es für die Botschaft entscheidend, dazu über einen Lautsprecher Tiergeschrei abzuspielen? Nein, war es nicht. Zu Gesprächen scheint diese Vorgehensweise jedenfalls nicht eingeladen zu haben. Und das ist schade. Denn es stimmt natürlich, dass gerade in der Weihnachtszeit daheim und auf den Märkten besonders viel Fleisch verzehrt wird. Wo dieses Fleisch herkommt, kümmert so manchen gar nicht. Nicht nur das, sondern auch der völlig überzogene Verzehr von Fleisch, der den Motor der Massentierhaltung antreibt, ist mehr als kritikwürdig. Nachdenken, und auch Umdenken, in dieser Sache darf also gerne befeuert werden - aber hat diese Versammlung dazu beigetragen? War das der richtige Weg?
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