Meinung

Das Ende der Halogenlampe: Ein sinnvoller Anstoß

Nun ist also die Halogenlampe dran. Vom 1. September an darf sie in der EU nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Damit kann etwas sinnvolles Neues entstehen. Ein Kommentar von Lambert Tergast.

Nach der Glühbirne trifft es die nächste Leuchte, die Halogenlampe. Foto: Patrick Pleul

Als vor sechs Jahren das Aus der Glühbirne verkündet wurde, war der Aufschrei groß. Auch der Autor dieser Zeilen war damals nicht besonders glücklich über das Verbot und mochte sich nicht mit dem kalten Licht der Energiesparlampen anfreunden.

Doch mit der Zeit hat sich diese Einstellung gewandelt. Vor sechs Jahren waren die Alternativen für die Glühbirne auch noch nicht besonders ausgereift, das sieht inzwischen ganz anders aus. Mit der Leuchtdiode, kurz LED, hat sich ein Leuchtmittel etabliert, das mit sehr langer Lebensdauer und mit sehr guter Farbwiedergabe - mittlerweile sogar oft über Apps steuerbar - aufwartet. LEDs sind in den letzten Jahren um 75 Prozent im Preis gesunken und haben sich technisch beständig weiterentwickelt. Sie haben die Glühbirne längst vergessen gemacht. Es war jedoch gerade das Ende der Glühbirne, das diesen technischen Wandel vorangetrieben hat. Das ist wohl die Lehre aus dieser Geschichte: Oft braucht es tatsächlich einen Anstoß von außen, manchmal auch aus der Politik, damit etwas sinnvolles Neues entstehen kann. Man sollte solche Veränderungen nicht vorschnell verdammen.

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