Lösungen für den Verkehr in Greetsiel sind überfällig

Die Gemeinde Krummhörn will Autos aus Greetsiel verbannen. In ostfriesischen Städten oder auf einigen Inseln muss der Verkehr schon seit Jahren draußen bleiben. Ein Kommentar von Günther Gerhard Meyer.

Die Gemeinde Kurmmhörn will Autos aus Greetsiel verbannen. Das Bild zeigt den Greetsieler Hafen samt Kutter. Foto: Mohssen Assanimoghaddam

Dass in der Krummhörn mit dem Bau eines neuen Hotels in Greetsiel die Ideen für einen völlig autofreien Küstenort nun wieder neue Fahrt aufnehmen, ist nur konsequent. Wer vor allem an Wochenenden durch den von Touristen bevölkerten Ort spaziert, bekommt mit einem Kinderwagen oder einem Rollstuhl im dichten Gedrängel schon Probleme.

Eine Lösung zu finden, damit der Lieferverkehr vom Hafen und zum Hafen nicht auch noch durch das Gedränge fahren muss, wäre ideal umzusetzen, nachdem auch mit der städtebaulichen Sanierung des Ortskernes einiges in Bewegung kommt. Und das Hotel am Deich wäre ein weiterer Beweggrund, um vielleicht auch Pläne für ein autofreies Greetsiel zu erreichen. Dass die Fischer indessen ungehindert ihrem Gewerbe nachgehen müssen, ist völlig klar, denn Drohungen, in andere Häfen abzuwandern, klingen vielen noch grell in den Ohren.

Lösungen sind durchaus überfällig. In ostfriesischen Städten oder auf einigen Inseln muss der Verkehr schon seit Jahren draußen bleiben. Ideen für Elektrofahrzeuge in Greetsiel erscheinen zusätzlich attraktiv.

02.03.2018, 20:06 Uhr
Über den Autor
Günther Gerhard Meyer Redakteur Region bei der EZ seit: 1994
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