Es wäre fahrlässig, die Förderung zu ignorieren

Neue Chance für das Borssumer Freibad: Die Stadt beantragt eine Förderung und macht damit alles richtig. Ein Kommentar von Marten Klose.

Öffnet nicht vor 2020: Das marode Freibad in Borssum. Foto: Eric Hasseler

Die Stadt bewirbt sich darum, für die Sanierung Hunderttausende Euro aus einem Fördertopf des Bundes zu erhalten. Dicker Wermutstropfen: Sollte Geld fließen, fällt die Wiedereröffnung 2019 ins Wasser. Trotzdem: Rat und Verwaltung haben es genau richtig gemacht. Es wäre fahrlässig gewesen, sich diese Chance durch die Lappen gehen zu lassen.

Dass das mit Sicherheit nicht alle im Stadtteil so sehen, ist zu erwarten. Pastor Ritter hat recht, wenn er sagt, die neue Wendung sei „erklärungsbedürftig, aber erklärbar”. Denn machen wir uns nichts vor: Die bis vor Kurzem geplante Variante ist in Wirklichkeit nichts Halbes und nichts Ganzes. Mit 675 000 Euro lassen sich gerade mal die größten Mängel beheben. Das ist ok, wenn tatsächlich kein Geld zur Verfügung steht. Besteht aber die Möglichkeit, fast die Hälfte der Kosten vom Bund zu bekommen, muss man zuschlagen. Nun ist es richtig, dass die große Hoffnung auch wieder wie eine Seifenblase zerplatzen kann. Nämlich dann, wenn die Emder leer ausgehen. Doch das Risiko muss man eingehen.

15.08.2018, 12:44 Uhr
Über den Autor
Marten Klose Redakteur Lokales bei der EZ seit: 2010
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