Es müssen Risiken eingegangen werden

Auch wenn es derzeit noch so wirkt, als wenn Autokonzerne ihr Heil in SUVs finden, sollte denen, die für das strategische Denken bezahlt werden, klar sein: Die fetten Jahre der Autobauer sind vorbei, wenn nicht ein rigoroser Richtungswechsel einsetzt. Ein Kommentar von Ute Lipperheide

Symbolfoto: dpa

Die Zeit der Limousinen ist vorbei, wenigstens wenn man dem VW-Gesamtbetriebsratschef Osterloh glaubt. Und er hat damit Recht, genauso mit seiner Warnung an die Konzernleitung, die Elektromobilität nicht zu vernachlässigen. Auch wenn es derzeit noch so wirkt, als wenn Autokonzerne ihr Heil in SUVs finden, sollte denen, die für das strategische Denken bezahlt werden, klar sein: Die fetten Jahre der Autobauer sind vorbei, wenn nicht ein rigoroser Richtungswechsel einsetzt.

Ein Wechsel ist unbequem und längst nicht so einschätzbar wie die seit Jahrzehnten ausprobierten Pfade. Doch dass auch die wohlbekannten Wege zu Sackgassen werden können, haben viele Industriearbeiter bereits in der Vergangenheit schmerzlich erfahren. Es liegt an den Konzernleitungen, dass Deutschlands größtem Industriezweig dieses Schicksal erspart bleibt. Aber dafür müssen Risiken eingegangen und weit über die Halbzeitwerte von Managerbeschäftigungen hinaus geplant werden. Eine solche Herausforderung hat bisher noch keine Branche gemeistert, hoffen wir, dass es in der Autoindustrie gelingt.

20.08.2018, 13:00 Uhr
Über die Autorin
Ute Lipperheide Redakteurin Lokales bei der EZ seit: 1993
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