Emder Tafel: Rücksicht, bitte!

Betriebe in der Nachbarschaft beklagen weiter die Behinderung durch parkende Autos. Es geht darum, dass diejenigen, die die Tafel anfahren, ein bisschen mehr Rücksicht auf die Nachbarn nehmen müssen. Ein Kommentar von Jens Voitel.

Letzter Versuch: Hinweis der Tafel-Nachbarn. Foto: Jens Voitel

Die „Emder Tafel” der Caritas Ostfriesland hat ein Problem. Nein, eigentlich haben die Nachbarn der Tafel ein Problem, denn die Betriebe nebenan kommen aufgrund des erheblichen Fahrzeugaufkommens während der Ausgabe der Einrichtung nur beschwerlich oder gar nicht auf ihre Höfe. Ein gutes Jahr geht das nun schon so und es wird Zeit, dass eine Lösung gefunden wird. Denn es wäre mehr als nur schade, wenn die lobenswerte, vor allem aber leider notwendige Arbeit der Tafel und ihrer zahlreichen Ehrenamtlichen durch derartige Misstöne Schaden nehmen würde.

Es geht nicht darum, dass viele Hilfebedürftige offensichtlich mit Autos zur Tafel fahren, um kostenlos Lebensmittel entgegenzunehmen. Es geht nicht darum, ob ein Bedürftiger ein großes oder neues Auto fahren darf. Diese Fragen müssen woanders geklärt werden. Hier geht es schlicht und einfach darum, dass diejenigen, die die Tafel anfahren, ein bisschen mehr Rücksicht auf die Nachbarn nehmen müssen. Und zwar möglichst bald. Denn die Emder Tafel tut Gutes. Das darf auf keinen Fall von vermeidbarem Streit überschattet werden.

26.05.2018, 16:30 Uhr
Über den Autor
Jens Voitel Redakteur Lokales bei der EZ seit: 1994
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