Emder Straßen gleichen Kraterlandschaften

Die Stadt Emden hat kaum noch Geld für Straßen über und saniert nur noch das Allernötigste. Derart zerstörte Fahrbahnen sind ein Sicherheitsrisiko. Ein Kommentar von Alf Hitschke.

Viele Straßen in Emden müssen saniert werden, darunter auch die August-Bebel-Straße. Foto: Marten Klose

Die meisten schlechten Straßen in Emden werden auf lange Sicht schlechte Straßen bleiben. Die Abmachung zwischen den Fraktionen des Rates und dem Bau- und Entsorgungsbetrieb (Seite 5) lässt keinen anderen Schluss zu. Die beschlossenen Maßnahmen sind sinnvoll. Aber es werden einfach zu viele andere wichtige Verkehrswege in der Stadt das bleiben, was sie sind: Gefährliche Rüttelpisten.

Wer es nicht glaubt, befahre - nur ein Beispiel - die langen völlig maroden Abschnitte des Treckfahrtsweges. Schlaglöcher, Risse und tiefe Kuhlen haben aus der Straßendecke eine Kraterlandschaft gemacht. Derart zerstörte Fahrbahnen sind ein Sicherheitsrisiko - vor allem für Radfahrer, denen angesichts einer zunehmenden Schadstoffbelastung unserer Atemluft eine immer größere Bedeutung zukommt.

Pauschal von „nicht unbedingt notwendigen” Sanierungen zu sprechen, wenn es um zurückgestellte Maßnahmen geht, ist eingedenk vieler solcher Beispiele unverschämt.Dazu kommt, dass die finanzielle Zurückhaltung nicht ganz so groß sein müsste, würde man auf teure und risikoreiche Vorhaben wie das „Apollo” verzichten, die in der voraussichtlich noch lange anhaltenden Finanzkrise ohnehin nicht verantwortbar sind.

28.02.2018, 16:33 Uhr
Über den Autor
Alf Hitschke Redakteur Mantel bei der EZ seit: 1981–1984, 1994
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