Einfach zuhören

Die Leseschwäche bei Schülern ist ein wichtiges Thema der Gesellschaft. Es gibt viele Konzepte, um den Spaß am Lesen zu wecken. Ohne großen Erfolg. Ein Kommentar von Elisabeth Ahrends.

Immer weniger Viertklässler in Deutschland können nicht richtig lesen. Symbol-Foto: Arne Dedert

Der Anteil der im Lesen leistungsschwachen Viertklässler ist in den vergangenen fünf Jahren weiter gestiegen. Das Ergebnis der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) zeigt, dass inzwischen rund ein Fünftel der Grundschüler Schwierigkeiten beim Lesen und Verstehen des Gelesenen hat - auch in Emden.

Konzepte, wie der Spaß am Lesen bei den Kindern geweckt werden kann, gibt es viele. Doch diese scheinen bislang nicht zu fruchten.

Vielleicht ist nicht die Lesefähigkeit alleine Schuld. Gerade das Zuhören fällt heute nicht nur Kindern zunehmend schwer. Dabei fängt Verstehen beim Zuhören an. Neben Vorlesestunden könnten außerschulische Lesepaten Abhilfe leisten. Sie kämen gerade denjenigen Kindern zugute, in deren Elternhäusern wenig oder gar nicht gelesen wird. Denn in der Studie fallen die sozialbedingten Leistungsunterschiede auf. Dabei hilft es jedem Kind, zu lernen, geduldig zuzuhören. Wer das beherrscht, der findet auch die Ruhe, sich beim Lesen mit einem Text auseinanderzusetzen. Und ganz nebenbei bringt es sogar etwas für das alltägliche Leben.

02.01.2018, 10:50 Uhr
Über die Autorin
Elisabeth Ahrends Redakteurin Lokales bei der EZ seit: 2014
Telefon: 04941-9292948