Ein Systemfehler trifft das Technische Hilfswerk

Der Bund sucht einen Investor für eine neue THW-Halle. Es ist einfach erschreckend, wie lange sich die Suche nach einer neuen Heimstatt schon hinzieht. Ein Kommentar von Marten Klose.

Jetziger THW-Standort in der Schützenstraße: Ursprünglich wurde das Gebäude im Zuge der Kasernen-Erweiterung 1935 für die Wehrmacht gebaut. Foto: Eric Hasseler

Bei der Suche nach einer neuen Unterkunft für das Emder THW könnte eine Investoren-Lösung greifen. Anstatt dass der Bund eine neue Halle baut, übernimmt das ein privater oder gewerblicher Anbieter. Es wäre mit Sicherheit nicht die schlechteste Variante. Wichtig ist aber vor allem eins: Es muss jetzt endlich vorangehen.

Es ist einfach erschreckend, wie lange sich die Suche nach einer neuen THW-Heimstatt schon hinzieht. Wohlgemerkt: Es geht hier nur um eine Fahrzeughalle mit angegliederten Unterkunftsräumen. Also kein bauliches Hexenwerk. Ein Datum, wann umgezogen werden kann? Gibt es nicht. Das ist kein böswilliges Hinauszögern. Nein, es geht eben einfach seinen „normalen” Verfahrensgang. Und der dauert in Deutschland mittlerweile offenbar so lange, dass man mit Jahren rechnen muss. Das ist ein Systemfehler, der abgestellt werden muss. Die Betroffenen sind in diesem Fall Ehrenamtliche, die ihre Freizeit opfern, um im Katastrophenfall blitzschnell für die Allgemeinheit einzutreten. Dass ausgerechnet sie so lange warten müssen, ist ärgerlich.

24.04.2018, 16:45 Uhr
Über den Autor
Marten Klose Redakteur Lokales bei der EZ seit: 2010
Telefon: 04921-8900431