Die Anzahl der gebauten Wohnungen in Emden ist deutlich zu wenig

Allein kommunal wird die Stadt das Problem Wohnungsbau nicht lösen können. Ein Kommentar von Suntke Pendzich.

Die Zahl der in Emden gebauten Wohnungen ist im vergangenen Jahr gesunken. Foto: Patrick Pleul

126 Neubauwohnungen sind in Emden 2017 entstanden, hat das Verbändebündnis Wohnen ausgerechnet. Damit ist die Zahl der neuen Wohnungen im Vergleich zu 2016 sogar noch gesunken. Vor dem Hintergrund, dass bis 2030 voraussichtlich über 2000 Wohnungen und Häuser in Emden fehlen, ist das deutlich zu wenig. Hinzu kommt, dass in den vergangenen Jahren vor allem im hochpreisigen Bereich neu gebaut wurde (die meisten neuen Wohnungen entstanden in den vergangenen Jahren am Neuen Delft), während bezahlbare Wohnungen immer rarer werden (allein in Barenburg entspricht die Hälfte der Sozialwohnungen nicht heutigen Standards). Die Emder Wohnungsbaupolitik mag damit zwar der Nachfrage von Investoren und auswärtigen Immobilienkäufern entsprechen, sie orientiert sich allerdings nicht am Bedarf der Bevölkerung. Das ist ein Problem, das viele Städte haben. Allein kommunal wird es sich nicht lösen lassen. Doch da, wo die Stadt ansetzen kann, zum Beispiel durch gezielte Förderungen für günstige Wohnungen oder Quoten für Sozialwohnungen bei Bauprojekten, sollte sie es noch stärker tun.

29.06.2018, 16:37 Uhr
Über den Autor
Suntke Pendzich Redakteur Lokales bei der EZ seit: 2016
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